Rimsting wird golden

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Mit solchen großflächigen Tafeln sollen künftig die Besucher in Rimsting an den Ortseinfahrten begrüßt werden.

Rimsting - In goldfarbenen Buchstaben wird der Ortsname künftig Besucher in Rimsting willkommen heißen.

Der Gemeinderat hat in seiner jüngsten Sitzung entschieden, wie die vier Begrüßungstafeln an den Ortseinfahrten aussehen sollen. Bis die Mehrheit nun im Rathaus eine Entscheidung über die Gestaltung der Tafeln traf, war es ein weiter Weg. In der Novembersitzung hatte das Gremium einen ersten Entwurf abgelehnt (wir berichteten).

Jetzt lagen neue Vorschläge vor. Das Gremium entschied sich mit Mehrheit für einen Entwurf mit blauem Hintergrund und goldfarbener Schrift.

Zunächst hatte der Rat einige Entwürfe von vornherein verworfen, die großflächig auf die Leinwand geworfen worden waren. Übrig blieben zunächst vier und am Ende nur noch zwei Varianten. Ein Vorschlag mit grauem Hintergrund und goldener Schrift fand dann bei sechs Räten Gefallen. Für den Entwurf mit blauem Hintergrund und goldener Schrift stimmten zehn Mitglieder des Gremiums und damit die Mehrheit.

Auf den künftigen Begrüßungstafeln, die über das EU-Förderprogramm "Leader" im Rahmen eines "neuen Beschilderungskonzepts" bezuschusst werden, wird in schwarzer Schrift auf blauem Hintergrund "Willkommen in unserem Dorf" und darunter der goldfarbene Schriftzug "Rimsting" stehen.

Der Gemeinderat erteilte den Auftrag für die Herstellung der Tafeln an eine Pittenharter Firma zum Angebotspreis von knapp 5300 Euro.

Der SPD-Ortsverein Rimsting hatte einen Antrag auf Durchführung eines jährlichen Informationstages für Neubürger gestellt. Gemeinderat Thomas Friedrich (SPD) erläuterte, dass es besonders um die persönliche Vorstellung gehe. Man solle ins Gespräch kommen. Auch die Vereine sollen die Möglichkeit erhalten, sich zu präsentieren und neue Mitglieder zu werben. "Die Einbindung in die Dorfgemeinschaft ist ein wesentlicher Faktor, auch für den Fortbestand der Struktur in Rimsting", begründete Friedrich den Vorstoß.

In der Diskussion wies Johann Nußbaum (UWG) darauf hin, dass Zugezogene schon bei der Anmeldung im Bürgerbüro ein Infopaket erhielten, das sehr umfangreich und informativ sei. Dr. Fritz Hornschuch (UWG) verwies auf die Internetseite der Gemeinde, die alle Informationen enthalte. Irmi Janssen (CSU) stellte eine Info-Broschüre der Gemeinde Deining (4300 Einwohner) vor, die sämtliche Informationen enthalte, auch über Vereine und Kirchen. Außerdem schlug sie vor, wie in Bad Endorf, eine Befragung der Neubürger durchzuführen. Die Leiterin der Verwaltung, Regina Feichtner, gab zu bedenken, dass dann aber auch gefragt werden müsse, ob sich die Bürger wohlfühlen.

Bürgermeister Josef Mayer erläuterte auf Anfrage, dass es im Schnitt der vergangenen fünf Jahre knapp 300 Personen seien, die neu in die Gemeinde ziehen.

Das Gremium kam mehrheitlich zu der Meinung, den Bürgermeister zu beauftragen, eine Besprechung mit allen Ortsvereinen anzuberaumen. Daran sollen auch die Initiatoren des SPD-Ortsvereins teilnehmen.

Außerdem wurde die Verwaltung beauftragt, über die Auflage einer Broschüre mit alljährlicher Aktualisierung nachzudenken und einen entsprechenden Vorschlag zu unterbreiten.

Eine Umfrage bei den Neubürgern soll vorerst nicht durchgeführt werden, weil der Kosten-Nutzen-Faktor als nicht gerechtfertigt angesehen wurde.

th/Chiemgau-Zeitung

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