Mammut: Entscheidung erst im September

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Rimsting - Zurückgestellt hat der Gemeinderat die Entscheidung über die Aufstellung einer Mammut-Nachahmung am Erlebnisweg zur Ratzinger Höhe.

Sorgen bereiten ihm die geschätzten Kosten in Höhe von rund 15000 Euro. Einen Beschluss will das Gremim nun im September fassen.

Für eine Station "Mammut", die die Europäische Union im Rahmen ihres Projektes "Leader" bezuschusst, hatte sich Johann Nussbaum (UWG), Gemeinderat und Mitglied der Arbeitsgruppe "Leader" in Rimsting, stark gemacht. Der Gemeinderat hatte sie dann auch grundsätzlich gebilligt.

In der jüngsten Sitzung kam nun das Modell für ein Mammut auf den Tisch, angefertigt nach dem Vorbild im Naturkundemuseum in Siegsdorf. Flechtwerkgestalter Johann Bachinger schlägt vor, die tragende Konstruktion fürs Erste mit Weidenruten auszuflechten und dann von einem Feldahorn zuwachsen zu lassen.

Sorgen bereiteten dem Gremium jedoch die Kosten. Die Ausgaben für das Mammut einschließlich Transport und Fundamente werden auf rund 15000 Euro geschätzt. In dieser Rechnung ergebe sich eine Finanzierungslücke von 6500 Euro, die die Gemeinde ohne Bezuschussung über das Leader-Projekt schließen müsse, erklärte Bürgermeister Josef Mayer.

In der Debatte kam die Anregung, an anderen Stellen am Erlebnisweg zu sparen. So beschloss dann der Gemeinderat, auf die Station "Oma" zu verzichten, da eine solche Figur ein Prien aufgestellt werde und daher keine Besonderheit mehr darstelle. Die Finanzierungslücke für das Mammut würde sich dadurch auf 3000 Euro verringern. Eine Entscheidung über die Anschaffung eines Mammuts will der Gemeinderat nun im September treffen.

Der Bürgermeister sagte, dass im Angebot die Pflege des Mammuts für die ersten drei Jahre enthalten sei. Nussbaum erklärte sich bereit, sich danach für zwei Jahre um die Station zu kümmern.

Die Gemeinde will das Mammut, so die Planung, am Erlebnisweg im Westenbachtal aufstellen. Dort besteht jetzt schon ein kleiner Rastplatz am Bach, auch "Gantstube" genannt. Mehrere Gemeinderäte äußerten sich besorgt, dass Pkw zur Gantstube fahren und dort parken. Thomas Schuster (CSU) bezeichnete den Autoverkehr dorthin als "unmöglich". Die Fahrzeuge behindern seiner Ansicht nach zum einen die Wanderer, für die der Erlebnisweg ausschließlich gedacht sei. Zum anderen seien sie ein Ärgernis für die anliegenden Landwirte.

Nicht machbar ist laut Mayer, die Straße zu sperren und auf ihr nur landwirtschaftlichen Verkehr zuzulassen. Der Bürgermeister wies darauf hin, dass es sich um eine Gemeindeverbindungsstraße handle, die nicht für den Verkehr gesperrt werden könne. Die Gemeinde werde jetzt aber klären, ob eine Herabstufung zum öffentlichen Feld- und Waldweg erfolgen könne, versprach Regina Feichtner, die Leiterin der Verwaltung.

Zum Erlebnisweg selbst wiederholte Gemeinderat Klaus Bauer (CSU) seine bereits mehrfach angebrachte Kritik, dass nur Stationen gebaut werden, aber keine Verbindungen. Bürgermeister Mayer erwiderte, dass sehr viele positive Stimmen zu den Stationen und dem Weg zu hören seien. Bedauerlich, aber derzeit nicht zu verändern sei die Tatsache, dass man zum Aussichtsturm nur über die Teerstraße komme. Dritter Bürgermeister Georg Oberloher, der Grundbesitzer, ergänzte, dass er sich eventuell eine Wegeführung entlang des Waldrandes vorstellen könne.

Der Rathauschef erläuterte unter anderem, dass noch einige Stationen zu verwirklichen seien. Der Erlebnisweg solle dann im Frühjahr 2013 eröffnet werden.

th/Chiemgau-Zeitung

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © dpa (Symbolbild)

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