Wasserwachtboot Rolf "rauchte" bei Einsatz 

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Chiemsee - Die vierköpfige Besatzung von "Rolf", dem Rettungsboot der Wasserwacht Prien-Rimsting, hatte einen verletzten Touristen von der Fraueninsel abgeholt.

Bei der Rückfahrt drang plötzlich "Rauch" aus dem Motorraum. Der Bootsführer reagierte besonnen und setzte das Schiff an der "Langen Seichte" auf der Ostseite der Herreninsel vorsichtig auf Grund, damit die Personen von Bord gehen konnten. Die Priener Feuerwehr und Kameraden der Wasserwacht kamen mit Schlauchbooten zu Hilfe. Erst später stellte sich heraus, dass der vermeintliche Rauch "nur" Wasserdampf war.

Wasserwacht-Vorstand Walter Poppe erklärte gestern, dass offensichtlich schon beim Bau des Bootos 2001 in Wilhelmshaven ein Dichtungsring an der Boden-Durchführung des Echolots vergessen worden war. Deshalb hatte sich die Halterung im Laufe der Jahre durch ständige Vibrationen gelockert und war schließlich aufgesprungen. Wasser drang ins Boot, verdampfte durch die Hitze des Motors und löste die Automatik der Kohlendioxid-Löschanlage aus. Dadurch entstand dann noch mehr Dampf, der auch in die Kabine drang.

Drei Besatzungsmitglieder wurden vorsorglich in die Romed-Klinik gebracht, konnten sie aber am nächsten Morgen wieder verlassen. Durch das Leck im Boden war laut Poppe eine Tonne Wasser ins Boot gelangt. Inzwischen ist der Schaden behoben. Auf den Reparaturkosten von rund 1500 Euro wird die Wasserwacht sitzen bleiben - die Garantie ist längst abgelaufen.

Chiemgau-Zeitung

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