Die Grünen strikt gegen Erdgasbohrung

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Eggstätt/Breitbrunn - Die Grünen lehnen auf ihrer Klausurtagung die Erdgasbohrungen am Langbürgner See strikt ab und sichern der Bürgerinitiative ihre volle Solidarität zu. Warum sie das Projekt ablehnen:

Auf ihrer Klausurtagung in Halfing am vergangenen Wochenende sicherten die Grünen im Landkreis Rosenheim der Bürgerinitiative gegen die Erdgasbohrung am Langbürgner See, ihre Solidarität zu. „Für uns ist die Ausbeutung selbst kleinster Erdgasvorkommen nicht vereinbar mit dem Ziel, fossile Energie durch regenerative Energieträger zu ersetzen“, betonte der Kreissprecher und Kreisrat der Grünen, Leonhard Hinterholzer. Selbst wenn, wie am Langbürgner See, nur eine eher unproblematische, konventionelle Lagerstätte ausgebeutet werden soll, seien die Risiken für das Wasser- und Naturschutzgebiet der Hemhof-Eggstätter-Seenplatte nicht vertretbar, da keine echte Umweltverträglichkeitsprüfung vorgesehen ist. Auch verschlechtere der Energieträger Erdgas, wenn es in derartigen Kleinstvorkommen ausgebeutet werde, seine vergleichsweise positive CO2-Bilanz.

Auf jedes ausgebeutete Vorkommen fallen bis zu zehn ergebnislose, sehr aufwändige Probebohrungen. Damit scheide Erdgas bei seiner CO2-Bilanz bisweilen schlechter ab als Steinkohle. Offenbar werde allerdings die Ausbeutung dieser Kleinstvorkommen derzeit politisch gewollt und massiv vorangetrieben. Bündnis 90/Die Grünen fordert deshalb auf Bundesebene ein Verbot intensiver chemisch-physikalischer Erschließungsmethoden, wie dem sogenannten Fracking.

Auf Nachfrage der Grünensprecherin im Kreisausschuss, Andrea Rosner sicherte der Rosenheimer Landrat seine Unterstützung gegen das Fracking im Rosenheimer Landkreis zu. „Wir können selbst mit einer noch so aggressiven Art der Ausbeutung unseren Energiehunger nicht stillen“, betonte Leonhard Hinterholzer, „wenn wir in Zukunft nicht intelligenter mit der Energie umgehen. Weder erreichen wir damit eine Unabhängigkeit von den internationalen Energiemärkten, noch können wir damit das Ende der fossilen Energieressourcen aufhalten.“

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Ziel grüner Politik seien deshalb die drei „E“. Diese sind: 1. Energiesparen z.B. durch Dämmung und sparsamere Autos, 2. Energieeffizientere Technologien einsetzen wie z.b. Blockheizkraftwerke, 3. Erneuerbare Energien, wie Sonne, Wind und Biomasse nutzen. Die geplante Investition von 5 Millionen Euro würde volkswirtschaftlich sinnvoller und nachhaltiger eingesetzt in den 3 oben genannten Bereichen. Logischerweise fordern darum die Grünen ein Verbot der Gasbohrung am Langbürgner See und stattdessen endlich ein nachhaltiges Energiekonzept für den Landkreis Rosenheim zu erstellen.

Pressemitteilung Kreisverband Rosenheim, Bündnis 90/DIE GRÜNEN

Quelle: rosenheim24.de

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