Bayernpartei: Maßvoller Ausbau für A8

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Rosenheim - Ein neuer Seitenhieb für den geplanten A8-Ausbau seitens des Jungbayernbundes. Man müsse im Interesse von Bürgern und Natur handeln.

Der Jungbayernbund, die Jugendorganisation der Bayernpartei, Kreisverband Rosenheim, reagiert auf die jüngst immer konkreter werdenden Pläne des Bundes, federführend unter Verkehrsminister Peter Ramsauer (CSU), die A8 zwischen Rosenheim und Salzburg auszubauen.

Die von der Regierung geplanten sechs Fahrspuren plus zwei Standstreifen und die damit entstehende Schneise quer durch den Chiemgau würde gerade an Anschlussstellen wie Frasdorf - hier grenzt ein Wohngebiet schon heute direkt an die Autobahn - zu einem erheblich höheren Lärm- und Abgasaufkommen in unmittelbarer Nähe von bewohnter Fläche führen.

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Der Jungbayernbund Rosenheim weiß den wirtschaftlichen Nutzen der A8 zu schätzen und unterstützt damit den Vorschlag der Bayernpartei für einen maßvollen Ausbau der A8 mit lediglich vier Fahrspuren, also Neubau der vier Bestandsspuren, und die unumgängliche Erweiterung um einen Standstreifen je Fahrtrichtung. Die Standstreifen könnten bei hohem Verkehrsaufkommen für den fließenden Verkehr freigegeben werden, ähnlich wie bei der A99. “Bei allen wirtschaftlich positiven Aspekten eines solchen Projekts müssen Interessen von Bürgern und Natur in gesunder Relation stehen“, sagt Helmut-Josef Freund aus der Gemeinde Frasdorf, stellvertretender Vorsitzender beim Kreisverband Rosenheim des Jungbayernbundes.

Die zuletzt ausgeübte unsachliche Kritik des Junge-Union-Kreisvorsitzenden Traunsteins, Hans-Peter Dangschat, an Berichten der Bürgerinitiative „Ausbau A8 – Bürger setzen Grenzen“ stößt bei den Verantwortlichen des Rosenheimer Jungbayernbundes ebenfalls auf Unverständnis und Empörung. Betroffene Bürger sollten und müssen das Recht haben, sich für ihre Lebensqualität einsetzen zu dürfen. Zudem ist es fraglich, ob sich ein Mitglied des Traunreuter Stadtrats wirklich sachgerecht in die Lage eines direkten Anwohners der Autobahn versetzen kann, um solche Aussagen zu treffen.

Gerade in Belangen des Tourismus sei eine so überdimensionale Verbauung der Region mit Sicherheit nicht förderlich. Regionale Arbeitsplätze für den Zeitraum des Ausbaus zu sichern, sei zudem auszuschließen, da Projekte dieser Größenordnung europaweit ausgeschrieben werden müssen und somit die Chance des Zuschlags für ein ansässiges Unternehmen als relativ gering einzustufen sei.

Die Begründung, Verkehrssicherheit und besseren Verkehrsfluss zu erzielen, indem kürzlich entschieden wurde, ein Tempolimit von 120 Kilometern pro Stunde zwischen Rosenheim und Bernau einzuführen, bis die sechsspurige A8 fertiggestellt ist, sieht man beim Jungbayernbund skeptisch. Hier geht es wohl vielmehr darum, strategisch schnellstmöglich fehlende Befürworter für einen Ausbau in der geplanten Form fürs eigene Lager zu gewinnen.

Pressemitteilung Jungbayernbund - Kreisverband Rosenheim

Quelle: rosenheim24.de

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