Keine Verurteilung wegen fahrlässiger Tötung

Todesursache des Beifahrers bleibt rätselhaft

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Gegen diesen Baum prallte das Auto im Juni 2012

Rosenheim/Aschau - Warum starb ein 38-Jähriger plötzlich drei Wochen nach einem schweren Unfall? Diese Frage beschäftigte das Rosenheimer Schöffengericht.

Der schwere Unfall ereignete sich in der Nacht zum 14. Juni 2012, als der Wagen der damals 21-jährigen Angeklagten bei Aschau im Chiemgau verunglückte. Bei schlechten Wetterbedingungen verlor sie unter Drogeneinfluss (Cannabis und Amphetamin) in einer langgezogenen Kurve die Kontrolle über das Auto. Es schleuderte mit der Beifahrerseite gegen einen Baum.

Der Beifahrerer, ein 38-jähriger Oberaudorfer, wurde dabei schwerst verletzt im Brust- und Bauchbereich. Leber und Lunge waren ebenfalls betroffen, berichtet das Oberbayerische Volksblatt. Er kam daraufhin ins Universitätsklinikum "Rechts der Isar", wo er am 3. Juli 2012 verstarb - unerwartet! 

Gutachter: Todesursache unklar

Nun hatte das Gericht zu klären, ob es eine "Kausalitätskette" zwischen seinem Tod und den Unfallverletzungen gab - und daran gab es erhebliche Zweifel! Ein medizinischer Experte stellte anhand der Krankenakte fest, dass nicht eindeutig zu klären sei, was tatsächlich zum Tod führte. Der Gutachter legte sich fest, dass der plötzliche Tod nicht mit den Unfallverletzungen erklärbar sei.

So wurde die Angeklagte lediglich wegen fahrlässiger Straßenverkehrsgefährdung in Tateinheit mit fahrlässiger Körperverletzung zu einer elfmonatigen Freiheitsstrafe, die auf vier Jahre zur Bewährung ausgesetzt wurde, verurteilt. Sie befindet sich derzeit in einer Drogentherapie.

Lesen Sie den ausführlichen Artikel in Ihrer OVB-Heimatzeitung oder hier auf ovb-online.de

Quelle: rosenheim24.de

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