Rundherum ist fast alles neu

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Rektor Hans-Jürgen Brandl und seine Neuzugänge im 30-köpfigen Kollegium, Julia Follmer, Theresa Gmeiner, Maria Dirscherl und Angela Bode (von links) vor dem nagelneuen Sportplatz, den der Landkreis in den Ferien auf der Nordseite des Schulgebäudes bauen ließ.

Prien - Zwei Jahre nach dem Umzug ins frühere Goethe-Institut ist das Sonderpädagogische Förderzentrum (SFZ) Prien jetzt von nagelneuen Außenanlagen umgeben.

In den Ferien entstanden ein Sportplatz, Pausenhöfe und Spielplätze für die 115 Kinder.  Der Landkreis hat sich nicht lumpen lassen. Nachdem er den Gebäudekomplex in einer Art Gegengeschäft vom Markt Prien gekauft und in der Folge im Innern für schulische Zwecke umgebaut hatte, wurden nun auch rundherum perfekte Bedingungen geschaffen.

An der Nordseite entstand ein Allwetter-Hartplatz, auf dem Fuß-, Basket- und Volleyball gespielt werden kann. Die Südseite zur Joseph-von-Fraunhofer-Straße ziert nun ein gepflasterter Pausenhof samt Sitzflächen. Die Kinder müssen sich zwischen den Unterrichtseinheiten keine nassen Füße im morastigen Boden mehr holen. Auch der Zugang zum Gebäude wurde neu gepflastert. Auf der Westseite schließlich wurden neue Schuppen zur Unterbringung von Gerätschaften und Fahrrädern aufgestellt, zudem ein Spielplatz angelegt, dessen Attraktion ein künstlicher Wasserlauf ist, über den sich vor allem die sechs Mädchen und Buben aus den beiden Schulvorbereitenden Einrichtungen (SVEen) freuen. Ihre Gruppenräume liegen direkt neben den Spielanlagen.

Wenn in den nächsten Tagen der Zaun um die Außenanlagen fertig wird, ist das Gesamtwerk vollendet, das sich der Landkreis rund 300.000 Euro kosten lässt. Der offiziellen Einweihungsfeier am 26. Oktober steht dann nichts mehr im Weg.

115 Kinder aus dem Sprengel von Söchtenau bis Sachrang werden heuer von 30 Lehr- und weiteren pädagogischen Fachkräften in nahezu 500 Unterrichts- und Förderstunden pro Woche betreut. Neu im Team sind Julia Follmer, die nach erfolgreichem Abschluss ihrer Lehrerausbildung als Studienrätin in Vollzeit übernommen wurde, Theresa Gmeiner, die im Rahmen ihrer Ausbildung zur Erzieherin ein Praktikumsjahr in der SVE absolviert, Handarbeits- und Hauswirtschaftslehrerin Maria Dirscherl und Angela Bode, die in der Unter- und Mittelstufe unterrichtet.

Die Nachfolge von Schulsozialarbeiterin Regina Thierfelder, die eine neue Stelle in Rosenheim angetreten hat, ist Diplom-Sozialpädagogin Petra Wieser-Simon. Sie kümmert sich 20 Stunden pro Woche im Wechsel zwischen Stammhaus und der einzigen verbliebenen Außenstelle des SFZ, der Fraueninsel, um Schüler der Jahrgangsstufen fünf bis neun. Auf der Insel wird weiterhin die Oberstufe in zwei kombinierten Klassen der Jahrgänge sieben bis neun mit je 14 Schülern unterrichtet.

Rektor Hans-Jürgen Brandl ist nicht nur über die Fertigstellung der Außenanlagen, sondern auch über die personelle Ausstattung in diesem Schuljahr glücklich. Sie erlaube, mehr Förderstunden geben zu können als im Lehrplan zwingend vorgeschrieben.

Seit Einführung der sogenannten gebundenen Ganztagsklassen - also solcher, bei denen die Teilnahme das ganze Jahr und an allen Unterrichtstagen verpflichtend ist, wurde dieses Angebot nun um eine weitere dritte Klasse aufgestockt. 34 Mädchen und Buben nutzen aktuell diese Möglichkeit. Nach dem Mittagessen, das der Priener Regional- und Biomarkt für 3,90 Euro pro Mahlzeit liefert, stehen nachmittags bis 15.30 Uhr vor allem Kurse und Sozialkompetenztraining auf dem Stundenplan.

Gut angenommen wird weiterhin die offene Ganztagsschule, für die Eltern ihre Kinder der Jahrgangsstufen fünf bis neun tageweise je nach persönlichem Bedarf anmelden können. 21 Mädchen und Buben werden dort in zwei Gruppen von Fachkräften des Diakonischen Werks unter Leitung von Eva Ellmayer-Schönberger in Zusammenarbeit mit Lehrern betreut.

Zum ersten Mal gibt es Brandl zufolge heuer eine Klasse, in der Kinder aus vierter und fünfter Jahrgangsstufe, also aus Unter- und Mittelstufe, gemeinsam unterrichtet werden. Die Zusammenlegung von Kindern verschiedener Jahrgänge gehört im SFZ zum Gesamtkonzept, war allerdings bisher in Unter-, Mittel- und Oberstufe getrennt.

Neu ist auch die Möglichkeit, am SFZ den Hauptschulabschluss zu machen. Wie viele Schüler von dieser Möglichkeit Gebrauch machen werden, ist so früh im Schuljahr aber noch nicht abschätzbar.

Dirk Breitfuß

Quelle: rosenheim24.de

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