Die S-Bahn klingt nach Chiemgau

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Armin Höfer ehrt Regina Wallner, die Stimme der Münchener S-Bahn, für ihre Verdienste um die bairische Sprache.

Rosenheim/Prien - Seit zwei Jahren hört man in der Münchner S-Bahn eine durchaus vertraute Stimme - die Stimme von Regina Wallner aus Prien. Jetzt wurde sie dafür geehrt!

Nix is mit "Naxta Hoit Loam". Denn nicht nur die Station an der Stammstrecke der Münchener S-Bahn wird seit zwei Jahren zwar mit wohlklingendem oberbayerischem Zungenschlag, aber dennoch auch für Zuagroaste durchaus verständlich angekündigt - in diesem Fall als "Nächster Haalt Laim".

Am Studiomikrofn für die Ansagen für das S-Bahn-Netz saß die Prienerin Regina Wallner, deren Stimme nun die Fahrgäste auf der Reise von der Landeshauptstadt nach Aying, zum Flughafen oder an den Starnberger See begleitet. Dies nahm nun der Landschaftsverband Rosenheim im "Förderverein Bairische Sprache und Dialekte" zum Anlass, die 33-jährige Rundfunkredakteurin zur "Sprachschützin 2011" zu ernennen. Nach jahrelangen Ansagen mit dem für München unpassenden norddeutschem Einschlag klängen nun Bahnhöfe wie Grub oder Ismaning wieder wohltuend südhochdeutsch aus dem Lautsprecher, begründete Vorsitzender Armin Höfer die Ehrung. Seit 2003 vergibt die Gruppierung den Titel des Sprachschützen; wobei das "Preisgeld", das Buch "Bairisch gredt", für sich spricht.

Die Journalistin Wallner ist auch nach ihrem Umzug nach München vor 14 Jahren ihrem Heimatdialekt verbunden geblieben. Und die Ansagen auf der Stammstrecke, wo sie täglich zur Arbeit pendelt, sind ihr längst vertraut. Auf einer anderen Strecke aber "spitz' ich schon die Ohren" - und ist bislang sehr zufrieden mit dem Ergebnis ihrer Arbeit, für die sie aus 220 Mitbewerbern ausgewählt worden war.

pil/Oberbayerisches Volksblatt

Quelle: rosenheim24.de

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