Sauer wegen Neuplanung

  • schließen
  • Weitere
    schließen

Gstadt/Gollenshausen - Gemischt sieht Bürgermeister Hainz den Grundstückszukauf Breitbrunns für die geplante Mehrzweckhalle. In der Gemeinderatssitzung kritisierte er die Vorgehensweise.

Bürgermeister Bernhard Hainz begrüßte in der jüngsten Sitzung des Gemeindesrates ausdrücklich den Grundstückszukauf von 800 Quadratmetern der Nachbargemeinde Breitbrunn mit der Möglichkeit, dass die geplante Mehrzweckhalle etwas größer werden kann. Hainz kritisierte jedoch zugleich die Vorgehensweise:  "Wir sind nicht gefragt worden, bilden jedoch mit Breitbrunn ein gemeinsames Kommunalunternehmen für den Bau der Halle".

Wie berichtet, hat der Gemeinderat Breitbrunn aufgrund des Erwerbs dieses Grundstückes (anschließend an die geplante Halle am Sportplatz) eine Überarbeitung der Planung beschlossen. Dazu werde die Gemeinde Gstadt aber keine Kosten übernehmen, erklärte Hainz ausdrücklich.

Der Bürgermeister erinnerte, dass die Gemeinde sich am Bau der Halle mit einer Million Euro beteilige und mit keinem Cent mehr. Hainz hielt auch die derzeitig geplante Größe der Halle für die Belange der beiden Gemeinden als vollkommen ausreichend. Er sprach sich auch für einen unbedingten Baubeginn fürs Jahr 2012 aus. "Seit drei Jahren diskutieren und seit 30 Jahren reden wir von einer Halle", erklärte Hainz, der die Hoffnung aussprach, dass die beiden Gemeinden in dieser Hinsicht an einem Strang ziehen werden.

Auch die Mehrheit des Gremiums fand es in der ausführlichen Diskussion nicht richtig, dass die Gemeinde über die Neuplanung für das schließlich gemeinsame Projekt nicht gefragt worden sei. Gemeinderätin Gabi Noichl (Bürgerliste) allerdings erklärte, sie sei richtig froh, dass jetzt ein Grundstück mehr für die Planung der Halle zur Verfügung stehe. Gemeinderat Dominik Schneider (Freie Wähler) fragte, wieso es jetzt auf einmal möglich geworden sei, das betreffende Grundstück zu erwerben.

Bauamtschef Bernd Vodermair sagte dazu, dass die Gemeinde Breitbrunn schon seit vielen Jahren ein Auge auf dieses Grundstück geworfen habe. Ein Erwerb, wobei die notarielle Verbriefung erst noch erfolgen müsse, habe sich aber erst jetzt ergeben. Auch Zweiter Bürgermeister Sepp Gartner war der Meinung, "Es sollen jetzt endlich Nägel mit Köpfen gemacht werden".

Welche Möglichkeiten bietet der Erwerb des Grundstückes für den Bau der Halle? Frage an den Dritten Bürgermeister Reinhard Bauer bei einer anderen Gelegenheit: Dieser bezeichnete den Erwerb als dreifachen Gewinn. So könnte die Halle um drei Meter breiter sowie die Parkplätze besser angeordnet und dargestellt werden. Auch bestehe für die Zukunft damit die Möglichkeit einer Erweiterung der Halle (über weitere Punkte der Sitzung wird noch berichtet).

th/Chiemgau-Zeitung

Rubriklistenbild: © dpa

Zurück zur Übersicht: Chiemsee

  • schließen
  • Weitere
    schließen

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser