Gefährliche Altlasten werden teuer

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Kanalarbeiten entlang der Traunsteiner Straße auf der rechten Straßenseite brachten Erstaunliches zu Tage: Allem Anschein nach wurde beim Ausbau der Traunsteiner Straße Anfang der 1980er-Jahre schadstoffbelastetes Straßenmaterial einfach wieder im Graben verfüllt. Die unvorhersehbaren Entsorgungskosten belasten nun die Gemeindekasse.

Bad Endorf - In der Gemeinderatssitzung wurde über die Entsorgung von 300 Tonnen Schadstoff im Bereich der Traunsteiner Straße gesprochen.

Kämmerer Hans Eder informierte das Gremium über den Sachstand eines zu behandelnden Nachtragsangebotes für die Entsorgung von Schadstoffen im Bereich der Traunsteiner Straße. Seinen Aussagen zu Folge stießen die Bauarbeiter unvorhersehbar erst bei Entwässerungs-Tiefbaumaßnahmen entlang der Traunsteiner Straße auf den gefährlichen und pechhaltigen Straßenaufbruch.

Dieses gemischte Schadstoffmaterial in einer Größenordnung von zirka 300 Tonnen musste im Rahmen einer so genannten "dringlichen Anordnung" durch die Bürgermeisterin unverzüglich und vor allem ordnungsgemäß zur Entsorgung gebracht werden.

Altlasten von Straßenarbeiten vor 30 Jahren

Nach Bewertung der Gemeindeverwaltung handelt es sich bei den ans Tageslicht getretenen Schadstoffen um Altlasten, die beim damaligen Straßenausbau der Taunsteiner Straße vor gut 30 Jahren anfielen und einfach wieder in den Graben entlang der Staatsstraße verfüllt wurden.

"Ob dies nach den damaligen Standards und Vorgaben so in Ordnung war, muss, falls überhaupt möglich, noch geklärt werden, auch gestalten sich die Recherchen nach dem Verschuldungsprinzip aufgrund der großen Zeitspanne als sehr schwierig", erklärte Eder. Dennoch werde seitens der Gemeinde intensiv geprüft, wer an den zusätzlichen Entsorgungskosten der Schadstoffe in Höhe von rund 26.650 Euro gegebenenfalls beteiligt werden könne.

Die ausführende Firma Dangl verzichtete dabei auf den sonst üblichen Nachunternehmerzuschlag. Das Gemeindeplenum stimmte dem damit verbundenen ersten Nachtragsangebot ohne weiteren Diskussionsbedarf einstimmig zu.

Auch Heiß-Nachfolge ein Thema

In der jüngsten Sitzung wurde auch deutlich, dass sich die Suche nach einem Listennachfolger für den Ende des letzten Jahres zurückgetretenen CSU-Gemeinderat Markus Heiß nicht gerade als Selbstläufer entpuppt. In der Dezember-Sitzung hatte der Marktgemeinderat den Beschluss gefasst, dem Antrag von Markus Heiß auf Niederlegung seines Ehrenamtes als Mitglied des Gemeinderates zu entsprechen. Gleichzeitig wurde in der Sitzung Sebastian Hofstetter als Listennachfolger bestimmt.

Letzterer erklärte kurze Zeit danach schriftlich, das Amt aus beruflichen und gesundheitlichen Gründen nicht übernehmen zu können. Die Gemeindeverwaltung bewertet die dabei angeführten Gründe als nachvollziehbar und glaubhaft. Diesem Votum schlossen sich die Räte nun an. Als Nachfolger wird nun Markus Hilger gehandelt. Ob er das Amt annimmt, steht noch nicht fest.

tn/Chiemgau-Zeitung

Quelle: rosenheim24.de

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