Schilderwald lichtet sich

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Hunderte alter Schilder haben PTG-Gärtner und Bauhofmitarbeiter in den vergangenen Monaten eingesammelt. Sie lagern stapelweise im Bauhof.

Prien - Ein Vorhaben, über das sich Lokalpolitiker und Touristiker jahrelang die Köpfe zerbrochen haben, nähert sich langsam seinem Abschluss. Der Schilderwald in Prien wird ausgedünnt und vereinheitlicht.

Immer öfter fallen im Ortsbild Standschilder mit mehreren Tafeln oder auch einzelne Hinweise auf Einrichtungen, Wege oder Betriebe ins Auge, die nicht mehr der über Jahrzehnte gewohnten Form entsprechen.

In seiner Gestaltung entspricht der neue Schilderwald dem Erscheinungsbild in der Nachbargemeinde Bernau, wo ein ähnliches, allerdings weit weniger umfangreiches Konzept schon vor Jahren realisiert worden war. Weiße Tafeln weisen den innerörtlichen Weg zu öffentlichen Einrichtungen, grüne leiten Wanderer und Spaziergänger, braune führen Kunden und Lieferanten zu Gewerbebetrieben.

Am Ende werden es fast 600 Einzelschilder sein, die vor allem Urlaubern die Suche nach ihrem Ziel erleichtern sollen. Noch hängen aber längst nicht alle. Das liegt vor allem am Wetter. Als wieder ein großer Schwung der bestellten Tafeln eingetroffen ist, wurde es gerade endlich richtig Sommer. Die Mitarbeiter der Gärtnerei der Priener Tourismus GmbH (PTG) konnten nach wochenlanger Zwangspause wieder Rasen mähen, Hecken schneiden und andere gärtnerische Arbeiten angehen. Die Schilder mussten dafür erstmal liegen bleiben.

Bis heute sind von 173 grünen Wanderwegschildern 113 montiert und von 273 weißen für öffentliche Einrichtungen wie Kursäle, Schulen oder Kliniken sind 253 schon aufgehängt.

Am meisten in Verzug ist die PTG mit den braunen Tafeln. Jeder Gewerbebetrieb durfte höchstens zwei solcher Schilder bestellen, die er auch selbst bezahlen musste. Sie belasten also nicht das Gesamtbudget von 30.000 Euro für die Austauschaktion, die aus Mitteln des EU-Förderprogramms "Leader" unterstützt wird.

120 von 144 georderten braunen Wegweisern zu Firmen muss die PTG noch montieren.

Nahezu abgeschlossen ist zwischenzeitlich der Austausch an zentralen Plätzen oder Weggabelungen. Elf so genannte Standschilder, an denen mehrere Hinweistafeln untereinander Ziele benennen, zum Teil mit Symbolen kenntlich machen und mit Pfeilen die Richtung dorthin anzeigen, sind Bestandteil des Konzepts. Nur eines davon muss laut PTG-Geschäftsführer Ferdinand Reb noch aufgestellt werden, nämlich das am neuen Kreisel. Dort wird noch über den optimalen Standort nachgedacht.

An vier Einfallstraßen stehen inzwischen große Tafeln, auf denen sich Ortsunkundige einen Überblick über die wichtigen öffentlichen Parkplätze verschaffen können. Diese Schilder stehen an Stellen, wo Autos auch kurz anhalten und sich die Insassen ein Park-Faltblatt aus den dafür vorgesehenen Kästen entnehmen können.

Unterm Strich wird sich Reb zufolge nach Abschluss der Austauschaktion die Gesamtzahl im Priener Schilderwald deutlich um mehrere hundert Exemplare reduziert haben. Denn vor der Montage der neuen wurden fast alle alten Tafeln entfernt.

re/Chiemgau-Zeitung

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