Schlossruine in Winkl bald Vergangenheit

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Die Tage der Schlossruine sind gezählt: Zwei auswärtige Firmen gehen an einen Um- und Ausbau. Im Rohbau, ursprünglich als Bettenhaus erbaut, werden elf Eigentumswohnungen entstehen. Schloss Winkl wird saniert und mit neun Wohnungen ausgestattet.

Grabenstätt - Der Anblick der Schlossruine in Winkl dürfte bald der Vergangenheit angehören. Einstimmig hat der Bauausschuss den Bau von 28 Eigentumswohnungen abgesegnet.

Der Bau soll noch heuer beginnen. Bereits seit 1995 bereitet das denkmalgeschützte Schloss der Gemeinde Kopfzerbrechen. Damals waren die Bauarbeiten nach finanziellen Turbulenzen des damaligen Eigentümers eingestellt worden. Nach einer Zwangsversteigerung fanden sich in den vergangenen Jahren immer wieder Kaufinteressenten, doch die Verträge kamen aus den unterschiedlichsten Gründen nie zu einem Abschluss. Auch die ursprünglich geplante Hotelanlage konnte nicht verwirklicht werden.

Im vergangenen Herbst haben die Firmen "L+S Denkmal Immobilien GmbH" und "L+S Wohnbau GmbH" aus Mühldorf am Inn das 6500 Quadratmeter große Areal mitsamt den Baulichkeiten erworben. In Kürze werden dort 28 Eigentumswohnungen entstehen.

Das Schloss (Haus eins) selbst wird saniert und mit neun Wohnungen, davon fünf Maisonettwohnungen, in einer Größenordnung zwischen 52 und 122 Quadratmetern ausgestattet. Der Rohbau (Haus zwei), der ursprünglich als Bettenhaus vorgesehen war, wird zu einem Mehrfamilienhaus mit elf Wohnungen in einer Größe von 43 bis 117 Quadratmetern ausgebaut. Für Haus drei ist im Erdgeschoss ein Verkaufsladen (149 Quadratmeter) mit Café geplant. Das heißt, die Gäste können dort den Kaffee einnehmen oder sich Backwaren und ähnliches auch mitnehmen. Zum Café gehört auch eine kleine Terrasse. Sie wird sich gegenüber dem Parkplatz der Pizzeria befinden. Im Obergeschoss des 18 Meter langen und 10 Meter breiten Gebäudes entstehen zwei kleinere Wohnungen.

In Haus vier sind sechs Wohneinheiten in Größenordnungen von 82 bis 146 Quadratmetern geplant. Das Erdgeschoss wird 36 Meter lang sein. Um Terrassen anlegen zu können, wird das Obergeschoss auf beiden Seiten je fünf Meter kürzer sein.

Alle Häuser haben einen Verbindungsgang zur Tiefgarage mit 33 Stellplätzen. Dazu kommen noch 34 Stellplätze im Freien. Insgesamt werden 28 Eigentumswohnungen, ein Verkaufsladen mit Café und 67 Kfz-Stellplätze geschaffen.

kem/Chiemgau-Zeitung

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