Schnelle Gefährte und heiße Schuhsolen

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Mit Schonern und Sturzhelm - und das ist auch gut so: So manch ein Bobby-Car-Fahrer landete in den Strohballen

Grabenstätt - Es qualmten weniger die Reifen als vielmehr die Schuhsolen: Das erste Bobby-Car-Rennen auf der Rennstrecke Tüttensee am Samstag war ein rießen Erfolg.

Heiß her ging es am Samstag auf der Rennstrecke am Tüttensee, als die klassisch roten mit den grünen, gelben und aufgemotzten Flitzern wetteiferten. Bobby Cars in allen Variationen sausten beim ersten "Tüttensee Downhill", dem ersten Berg-Runter-Rennen in der Region, was das Zeug hielt - und manch einer landete auf der Zielgeraden im Strohballen.

Hunderte von Zuschauern säumten den Weg bei strahlendem Sonnenschein, um sich das spektakuläre Fun-Event der 78 Teilnehmer anzusehen. Als Erstes gingen die 14 Junioren in der Altersklasse zwischen zwölf und 15 Jahren an den Start. Angefeuert von Eltern und Freunden gaben sie den Erwachsenen ein flottes Tempo vor. Am Ziel wartete schon manch ein Vater, um sich das Gefährt für seine Fahrt auszuleihen. Am schnellsten war Johannes Biller (52,37 Sekunden) vor Lukas Hafner (54,66) und Matthias Heitauer (55,66), alle aus Marwang.

Zwischendurch konnten sich die Besucher mit Brotzeiten versorgen, während sich die Erwachsenen an den Aufstieg zum Start machten. 48 Teilnehmer mussten sich nun einem K.o.-Verfahren unterziehen: Paarweise traten die Rennfahrer gegeneinander an. Das jeweils schnellere Gefährt kam in die nächste Runde.

Beim anschließenden Zeitstopp konnte Ernst Ober aus Marwang mit 51,68 Sekunden den Sieg für sich verbuchen, den zweiten Platz belegte der Grabenstätter Denniz Juretschke (52,14) vor Michael Kaindl (53,33) aus Marwang. Mit 71 Jahren der älteste Fahrer war Peter Fröhlich aus Grabenstätt. Sichtlich erfreut über den Sonderapplaus äußerte er den Wunsch einer Altersklasse ab 80 Jahren. Den Massagegutschein der Wasserwacht nahm er hoch erfreut entgegen.

Tiefergelegt, große Reifen, gelbe Autos, gelbe T-Shirt, "Sex Tourist Racing Team". Die 20 Mann starke Truppe um Chef Florian Huber bestritt ihr erstes Rennen und fuhr gleich den Sieg ein, als die "Tunning-Klasse" an der Reihe war. Windschnittig, schmale Reifen, zum Teil mit Zement ausgegossen und aufgestylt wie die Großen versuchten die 16 Fahrer, jede Sekunde aus ihrem Fahrzeug herauszuholen. Da wurde gegen die "Schräglage" angekämpft, die Ideallinie anvisiert und eine aerodynamische Position eingenommen, die offenbar vorher in Windkanälen getestet wurde.

Viele waren mit mehr als 40 Stundenkilometern auf der Strecke und manche verließ am Ziel der Mut, als sie die Strohballen auf sich zukommen sahen. Da wurde schnell die Notbremse in Form von Schuhsohlen gezogen.

Die Bestzeit fuhr Sebastian Zinn aus Grabenstätt mit stolzen 44,94 Sekunden, gefolgt von Thomas Wenzl aus Marwang mit 48,22 Sekunden und dem Traunsteiner Michael Steffl, der die Strecke in 48,56 Sekunden fuhr.

Mehr als zufrieden zeigten sich die Wasserwacht und Hauptorganisator Franz Gimpel ob des großen Erfolges, den sie mit dem ersten Bobby-Car-Rennen in der Region erzielen konnten. Stolz nahmen die Sieger ihre Pokale und Urkunden in Empfang, bevor sie ihre Bobby Cars verstauten oder wieder ihren Kindern übergaben.

Hier die Eindrücke:

Bobby-Car-Rennen

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