Ausbau der Breitbandtechnologie in Gollenshausen, Söll und Lienzing - Vertrag mit Firma abgeschlossen

Schnelles Surfen kommt in Sicht

Gstadt - Ein Wunsch vieler Bürger in Gollenshausen, Söll und Lienzing geht in Erfüllung: Ende 2012 können auch sie - aller Voraussicht nach - endlich schnell im Internet surfen.

Die Gemeinde Gstadt hat mit der Firma Ipfabric einen Kooperationsvertrag über einen Breitbandausbau abgeschlossen. Der Freistaat Bayern fördert diesen Ausbau mit 100000 Euro, die Gemeinde gibt einen Investitionskostenzuschuss in Höhe von 60000 Euro.

Der Gemeinderat hatte in nicht öffentlichen Sitzungen die erforderlichen Beschlüsse gefasst und für einen Breitbandausbau in diesen Ortsteilen "grünes Licht" gegeben. In der jüngsten öffentlichen Sitzung informierte Bürgermeister Bernhard Hainz über den aktuellen Sachstand zur Internetversorgung der Ortsteile Gollenshausen, Söll und Lienzing. So habe eine Umfrage ergeben, dass speziell in diesen Ortsteilen eine Unterversorgung bestehe und lediglich Übertragungsraten von unter einem Megabyte pro Sekunde erreicht würden.

Hainz erklärte, dass für den Ausbau die Einbringung der Glasfasertrasse in die alte Wasserleitung zwischen Mitterndorf und Gollenshausen vorgesehen sei. Wenn die Genehmigung für die Erstellung der Richtfunkmasten erfolgreich verlaufe, werde ein Breitbandausbau bis Ende des Jahres 2012 erfolgen, so der Bürgermeister.

Der Breitbandpate der Gemeinde Gstadt, Karl Heitauer, hatte den Gemeinderat bereits in einer nichtöffentlichen Sitzung eingehend den Breitbandausbau erläutert. In einem Gespräch mit der Chiemgau-Zeitung informierte er jetzt, dass die Gemeinde erst beim zweiten Versuch einen Betreiber elektronischer Kommunikationsnetze gefunden habe, der einen Breitbandausbau realisieren wolle. Dies sei mit der Firma Ipfabric erfolgt, die bereits in der Nachbargemeinde Seeon-Seebruck einen Breibandausbau realisiere.

Als Lösungsvorschlag steht eine sogenannte Hybridlösung im Raum. Dabei soll mittels Richtfunkverbindung das "Internetsignal" in das Netz eingebracht und dann in einer Glasfasertrasse weitergeführt werden. Nach Verhandlungen mit verschiedenen Grundeigentümern habe die Firma der Gemeinde ein Ausbaukonzept vorgelegt, so Heitauer, das der Gemeinderat dann angenommen habe. Sofort habe die Gemeinde bei der Regierung von Oberbayern einen Förderantrag gestellt. Sie habe dann im November einen Förderbescheid über 100000 Euro erhalten. 60000 Euro trage die Gemeinde selbst. Die Planung über den Ausbau des Breitbandnetzes im Einzelnen werde der Gemeinderat in einigen Monaten zur Kenntnis erhalten, so Heitauer.

th/Chiemgau-Zeitung

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © dpa

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