Schön wie Sisi - Feurig wie Piroschka

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Eine tolle Show zeigten das Prinzenpaar Katrin I. und Stephan II. (Bild links) und die Garde (Bild rechts). Fotos Berger

Bernau - Puszta, Piroschka und Sisi - in dieser Welt wandeln heuer die Faschingsfreunde in Bernau. Das Thema, das die Chiemseenixen ausgegeben haben, lautet "Pusztafeuer".

Prächtig war der Inthronisationsball, den die Gilde am Freitag im Gasthaus "Kampenwand" mit den Gardemädels und dem Prinzenpaar Katrin I. und Stephan II. gab. Unter schwungvoller Begleitung durch die Blaskapelle Bernau zog der Hofstaat der Chiemseenixen in den Saal ein, um die Kinder- und Jugendgarde sowie das Kinderprinzenpaar vorzustellen. Ungarn ist das Land der wilden Pferde, feuerroten Weines und der temperamentvollen Mädchen, wie es die "Zwergerl-Garde" in ungarischer Tracht vorführte. Mit Feuereifer und ganzem Herzen bei der Sache tanzten und sprangen schon die Kleinsten, ritten die Pusztaburschen auf ihren wilden Steckenpferden und zeigten auch mit kleineren Hebefiguren eindrucksvoll, dass sich die "Nixen" um den Nachwuchs nicht sorgen müssen.

Das Publikum begeisterte auch Funkenmariechen Alicia Katerbaum.

Bereits eine Stufe weiter sind die 13 Damen der Jugendgarde, die mit einem fulminanten Csárdás glänzten - einschließlich schöner Hebefiguren, eingesprungenem Spagat und synchronem Beineschwingen. Ebenfalls schön anzusehen war der Walzer des Kinderprinzenpaares Robin I. und Johanna I., die zu Alexandras "Zigeunerjunge" elegant über das Parkett schwebten. Herzallerliebst auch der engagierte Auftritt des neuen und überaus talentierte Funkenmariechens Alicia Katerbaum.

Mit einem lachenden und einem weinenden Auge übergaben Prinz Florian le premier und Ihre Lieblichkeit Prinzessin Susann la première in einer sehr emotionalen Rede das Zepter an ihre Nachfolger. "Flo" resümierte über den "Superhaufen und die schicken Frauenzimmer", Susann erinnerte sich gerne an einen "Tanz mit einem Vorhang" und andere Geschichten. Die beiden wünschten den neuen Hoheiten "Frohsinn, Witz und Heiterkeit" und überreichten einen wohlgefüllten "Fresskorb", den sie auf ihrem Faschingsmarathon sicherlich gut gebrauchen könnten.

Prinz Stephan II. freut sich auf das "Regieren dieses narrischen Haufens. Sowas Einmaliges kann man sich nicht für viel Geld kaufen!" Vergnügt grinste er vor sich hin, denn Prinzessin Katrin I. lasse nicht nur die Garde, sondern auch ihn beim Training ganz schön schwitzen. Diese wiederum träumte seit ihrem vierten Lebensjahr davon, einmal Prinzessin zu sein, freut sich sehr über den Teamgeist ihrer Gardisten und fordert die Gäste mit einem strahlenden Lächeln auf: "Feiert, lacht und tanzt mit uns. Das ist gesund." Schön und elegant wie Sisi bei der Krönung zur Königin der Ungarn präsentierte sich Katrin I. mit ihrem Prinzen zu "Tanzen möcht ich" aus Emmerich Kálmáns "Csárdásfürstin". Beeindruckend war auch der Csárdás als Gardemarsch, mit Hebe- und Wurffiguren und eingesprungenem Spagat, der Prinzengarde in eleganten weiß-goldenen Kostümen mit Spitzenschürzchen und glänzendem Kopfschmuck.

Über das Parkett schwebte das Kinderprinzenpaar Robin I. und Johanna I.

Die Moderation des Abends übernahmen Hofmarschall Michael Fuchsreiter und Eva-Maria Wagner, die gemeinsam schon als "italienisches" Prinzenpaar 2006 für Furore gesorgt hatten. Kinderhofmarschall Steffie Steinberger und Frau Bohrer, Mama von Prinz Robin I. und waschechte Ungarin, präsentierten die "kleinen" Garden zweisprachig, was mit viel Beifall honoriert wurde. Als Gastgarde beehrten die Nixen die "Hot Socks" aus Ramerberg mit ihrer Show "World of Radio".

In einem schneidigen Mix aus Melodien von Elvis über Rock- und Pop-Hits des 70er- und 80er-Jahre tanzte die Garde stilgerecht kostümiert, glänzte wieder mit waghalsigen Wurffiguren. Die Herren der Schöpfung präsentierten sich authentisch zum Rap "Ice Ice Baby". Natürlich war auch die berühmt-berüchtigte "Nixen-Bar" (heuer im neuen mehrstöckigen Design) gut frequentiert. Und die "Tacos" spielten zuverlässig und eifrig bis weit in die Nacht hinein für alle tanz- und feierfreudigen Gäste schmissige Melodien.

Chiemgau-Zeitung

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