Schön-Verwaltung braucht mehr Platz

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Das frühere Hotel "Chiemsee" in der Seestraße soll ein Bürohaus der "Schön-Holding" werden.

Prien - Die Klinik-Gruppe Schön wächst - und mit ihr der Platzbedarf für die Verwaltung des Unternehmens. Die Schön-Gruppe hat in letzter Zeit einige Immobilien im Zentrum erworben, um möglichst alle Mitarbeiter auf engem Raum unterbringen zu können.

Bisher prominentester Erwerb war das Stammhaus der Volksbank-Raiffeisenbank an der Hochriesstraße, die in "ihrem" Haus seitdem Mieter ist, bis der Neubau nebenan (ehemaliges Sporthaus Mayer und angrenzende Gebäude in der Bahnhofstraße) steht. Wie zu hören war, soll der Bauantrag für den Komplex mit Tiefgarage inzwischen fertig sein.

Die Schön-Gruppe hat nun auch das altehrwürdige ehemalige Hotel "Chiemsee" (Rathausstraße 5a) erworben, in dessen Erdgeschoss bis zum Umzug in die Alte Rathausstraße unter anderem das Modeatelier Westermeyr firmierte. Während im Innern des Gebäudes größere Umbaumaßnahmen vorgesehen sind, werden die Veränderungen der Außenansicht eher gering ausfallen. Der Durchgang, der bisher in Ost-West-Richtung mitten durch das Gebäude führt, fällt weg. Der bestehende Anbau wird erneuert und nach Norden erweitert. Der Bauausschuss gab einstimmig grünes Licht für das Vorhaben nach Plänen des Architekten Hans Romstötter.

Bevor an der Seestraße mit dem Umbau angefangen werden kann, will die Schön-Gruppe in einem Teil des Gebäudes in der Alten Rathausstraße 6 (derzeit Betten Niedermayer) durch Umbaumaßnahmen ab September Büroräume schaffen. Der westliche Teil des Hauses soll innen vollständig entkernt und die frühere, historische Fassade wiederhergestellt werden, erläuterte Romstötter in der Sitzung. Auch dieses Vorhaben genehmigte der Ausschuss einstimmig.

Michael Anner und Renate Hof (beide CSU) äußerten allerdings die Sorge, dass das Zentrum an Attraktivität verliert, wenn immer mehr Läden wegfallen und stattdessen Büros entstehen. Schön-Geschäftsführer Dr. Markus Hamm versicherte, dass im Moment keine Nachfrage für Ladengeschäfte bekannt sei, das Klinik-Unternehmen aber für Vermietungen offen sei, wenn einzelne Objekte nicht mehr für eigene Zwecke benötigt werden.

db/Chiemgau-Zeitung

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