Schützengilde feierte eindrucksvolles Fest

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Die Kutsche mit Schirmherr Bernhard Hainz, Schützenehrenmitglied Leonhard Dobler und Bezirksschütenmeister Eberhard Schumann (von links).

Gollenshausen - Obwohl der Festgottesdienst ins Festzelt verlegt und der Festzug verkürzt werden musste, wurde es zum 100. Geburtstag der Schützengilde ein eindrucksvolles Fest.

Fast 50 Schützenvereine und Ortsvereine mit 1200 Personen feierten gestern mit den Schützen des Chiemseedorfes ihr rundes Jubiläum.

Bilder vom Anstich:

100 Jahre Schützengilde Gollenshausen: Anstich

Der Festtag begann traditionell mit dem Weckruf der Obinger Blaskapelle beim Schirmherrn, Gstadts Bürgermeister Bernhard Hainz, und Schützenmeister Franz Summerer. Anschließend wurden die ankommenden Vereine im Festzelt musikalisch begrüßt. Da der Regen nicht aufhörte, entschloss sich die Vorstandschaft, den Festgottesdienst nicht im Freien im Gröschl-Holz abzuhalten, sondern im Zelt.

Verschiedene Musikkapellen und Schützenvereine beteiligten sich am Festumzug.

Der Festgottesdienst im voll besetzten Festzelt, den Pfarrer Peter Bergmaier mit den Diakonen Georg Oberloher und Anton Hoiß zelebrierte, wurde zu einer eindruckvollen Feier. "Es gelte Gott zu danken für das schöne runde Jubiläum der Schützengilde, hieß es zur Begrüßung. Diakon Oberloher, ein Heimatsohn der Pfarrei Gollenshausen und Mitglied der Schützengilde, erinnerte in seiner Predigt an die Ursprünge der Schützenvereine als es galt, die Stadtmauern vor feindlichen Angriffen zu schützen. Oberloher fand es gut, dass Tradition und Brauchtum weiterhin gefeiert werde. Sie seien für den Menschen lebenswichtig.

Trotzdem dürfe darüber das große Ziel Gott nicht aus den Augen gelassen werden. "Der Zehner in der Mitte unserer Lebenszielscheibe muss Gott sei", erklärte Oberloher. Gute Vorassetzungen haben die Schützen, das Gute ins Visier zu nehmen, fuhr der Diakon fort. So laute das Moto eines Schützenvereins "Lernen Sie schießen und treffen sie neue Freunde".

Die Feier wurde musikalisch umrahmt vom Kirchenchor Gollenshausen unter Leitung von Marianne Graf und der Obinger Blasmusik. Eine Kollekte galt der Bijörn-Schulz-Stiftung im nahen Mitterndorf, wo ein Heim für krebskranke Kinder entsteht.

Bilder von der Rocknacht

Rocknacht der SG Gollenshausen

Pfarrer Peter Bergmaier zelebrierte mit den Diakonen Georg Oberloher und Anton Hoiß den Gottesdienst.

Abschließend dankte Summerer allen, die dazu beigetragen haben, dass ein so schöner Festtag verwirklicht habe werden können. Schirmherr Hainz freute sich über den sehr guten Besuch des Festes. Es zeige sich damit, dass das Brauchtum lebe, so der Bürgermeister.

Da der Regen inzwischen aufgehört hatte, entschloss sich die Gilde, am Festumzug festzuhalten. Angeführt vom Jubelverein ging es in vier Festzügen und mit den Musikkapellen Obing, Söchtenau, Chieming und Eggstätt auf einen verkürzten Rundweg über die Pfarrkirche und Ortsausgang Seebruck. Die Schützenvereine mit den Schützenkönigen und ihren prachtvollen Schützenketten sowie die wundervoll gestickten Fahnen gaben dem Zug ihr Gepräge. In einer Kutsche saßen der Schirmherr, Bezirksschützenmeister Eberhard Schumann und Schützenehrenmitglied Leonhard Dobler. Ein "Leutwagen" für die nicht mehr gut zu Fuß gehenden Festgäste wurde ebenfalls von prächtigen Pferden gezogen.

Zwei befreundete Schützenvereine hatten den weitesten Anweg: Die Schützen aus Schwoich in Tirol und die Schießgruppe Wadersloh aus Westfalen (Bericht über die Totenehrung und den Festabend mit zahlreichen Ehrungen folgt).

Hans Thümmler (Chiemgau-Zeitung)

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