Schulsozialarbeit beginnt

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Eine Sozialarbeiterin stützt künftig die Schüler. Rektor Hans-Jürgen Brandl (links) hieß Sozialpädagogin Regina Thierfelder (Dritte von links) willkommen. Ebenso begrüßte er die neuen Lehrer Irmgard Resch und "Rückkehrer" Josef Rost (nicht auf unserem Foto ist Karin Becker).

Prien - Im Förderzentrum Prien hat zum Start ins neue Schuljahr eine Sozialarbeiterin ihre Arbeit aufgenommen. Sie heißt Regina Thierfelder und betreut nun Schüler, die Hilfe brauchen.

"Ein langjähriger und inniger Wunsch des Förderzentrums ist in Erfüllung gegangen", freut sich Rektor Hans-Jürgen Brandl.

Träger der Maßnahme ist der Kreisverband der Arbeiterwohlfahrt. Sozialpädagogin Thierfelder ist nun 20 Stunden pro Woche an der Schule insbesondere zur Stützung der Schüler, Familien und Lehrkräfte der Jahrgangsstufen fünf bis neun. "Wir sind zu großem Dank an unseren Landrat Josef Neiderhell und das Kreisjugendamt verpflichtet, die das Anliegen des Förderzentrums voll unterstützt und schließlich für das neue Schuljahr realisiert haben", sagt Brandl.

149 Schüler in elf Klassen

Im neuen Schuljahr besuchen 149 Kinder und Jugendliche in elf Klassen das Förderzentrum. Im Stammhaus in Prien sind vier Klassen untergebracht, in der Teestube in Prien zwei, in der Außenstelle in der Grundschule Söchtenau ebenfalls zwei und im Kloster auf der Fraueninsel drei. Hinzu kommen 16 Vorschulkinder in zwei Gruppen der "Schulvorbereitenden Einrichtung" im Stammhaus Prien und in der Außenstelle Neukirchen am Simssee. Anmeldungen für beide Gruppen sind noch möglich.

Zwölf Anfänger drücken jetzt in Prien die Schulbank, sechs in Söchtenau. Sie werden von Konrektorin Annette Bauhofer in Prien und Sonderschullehrerin Inga Nietsch in der Außenstelle unterrichtet.

Die Integration durch Kooperation wird im Förderzentrum weiterhin groß geschrieben. Drei Kooperationsklassen zur gemeinsamen Förderung von Schülern aus dem Förderzentrum und der Grund- und Hauptschule gibt es in Bad Endorf und Söchtenau. Neu ist die zusätzliche Klasse der fünften Jahrgangsstufe in der Volksschule Stephanskirchen. "Durch die enge Zusammenarbeit mit den Regelschulen in unserem Sprengelbereich sollen rückgeführte Schüler und Kinder und Jugendliche mit sonderpädagogischem Förderbedarf stabilisiert und ein Verbleib an der Regelschule ermöglicht werden", sagt Brandl. Mit der Grundschule in Prien laufe obendrein die "kooperative Begleitung", eine Förderform, in der Grundschüler und Förderschüler der ersten beiden Klassen gemeinsam stundenweise gefördert werden können.

Rektor Brandl hat zwei neue Religionslehrerinnen willkommen geheißen. Irmgard Resch unterrichtet katholische Religion in der Außenstelle Fraueninsel, Karin Becker evangelische Religion in Söchtenau. Nach einer einjährigen Freistellung im Sabbatjahr kehrt Sonderschullehrer Josef Rost wieder ans Förderzentrum zurück. Er unterrichtet in den Oberstufenklassen.

In diesem Schuljahr sollen die Schul- und Fachräume der drei Oberstufenklassen im Kloster Frauenwörth renoviert werden. Die Schulküche, der Werkraum und der EDV-Raum werden modernisiert. Das Landratsamt Rosenheim hat vor und in den Sommerferien die entsprechenden Umbaupläne in Absprache mit der Schulleitung und den Lehrkräften ausgearbeitet.

Ein weiteres wichtiges Förderkonzept wird im Stammhaus in Prien für die Schüler der Klassen eins bis sechs eingerichtet. Es wird erstmals einen Trainingsraum geben, wenn auch "notgedrungen räumlich beengt im Keller". Schüler können stundenweise an den Schultagen aus der Klasse genommen und durch eine Lehrkraft dort in Einzelförderung betreut und in ihrem Sozialverhalten trainiert werden. "Dies gilt vor allem für Schüler, die noch große Probleme haben, sich den ganzen Schulvormittag in der Klasse oder in ihren Lerngruppen einzufügen", so Brandl.

Die "Offene Ganztagsschule" über den Kooperationspartner der Diakonie Rosenheim hat sich nach zwei Schuljahren im Förderzentrum sehr bewährt. Auch in diesem Schuljahr kann wieder eine Gruppe mit 19 Voranmeldungen installiert werden. "Neu ist, dass diese zuverlässige Nachmittagsbetreuung mit Mittagessen, Hausaufgabenhilfe und Kursangeboten zur sinnvollen Freizeitgestaltung an vier Wochentagen in der Zeit von 13 bis nun 17 Uhr stattfinden kann", betont der Rektor. Die Ganztagsschule für Schüler der fünften bis neunten Klassen sei ab jetzt für die Eltern kostenfrei. 30.000 Euro fließen durch die Staatsregierung und den Landkreis Brandl zufolge an den Träger.

re/Chiemgau-Zeitung

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