Schulstandort auf Jahrzehnte gesichert

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Prien - Der Hauptschulverband der Franziska-Hager-Schule in Prien kann die dringend notwendige Erweiterung im eigenen Schulgebäude verwirklichen.

Nachdem der Kreisausschuss heute (10. August 2010) in nichtöffentlicher Sitzung dem Kauf des Goethe-Instituts durch den Landkreis zustimmte, können die Schülerinnen und Schüler des Sonderpädagogischen Förderzentrums zum neuen Schuljahr aus den Räumen der Hauptschule aus und ins ehemalige Goethe-Institut einziehen.

Priens Schulen im Umbruch

Priens Schulen im Umbruch

Nach der Ausschusssitzung, die im Gebäude des einstigen Goethe-Instituts in der Joseph-von-Fraunhofer Straße stattfand, gab es nur zufriedene Gesichter. Landrat Josef Neiderhell freute sich über ein Gebäude, dass schon in der Vergangenheit zum Unterrichten genutzt wurde und daher bereits ab Mitte September dem Sonderpädagogischen Förderzentrum zur Verfügung gestellt werden kann. Lediglich ein Teil des Gebäudes, in dem in der Vergangenheit die ausländischen Schüler des Goethe-Instituts in Appartements untergebracht waren, muss im Laufe des kommenden Jahres umgebaut werden. Neiderhell sprach von einem hervorragenden Schulgebäude. Die Förderung der Kinder sei hier mit Sicherheit besser möglich. Mit großer Zufriedenheit könne er feststellen, dass zukünftig auch Ganztagesunterricht angeboten werden könne.

Mit Beginn des neuen Schuljahres werden alle bisher in der Hauptschule untergebrachten vier Klassen und eine Gruppe einer so genannten Schulvorbereitenden Einrichtung des Sonderpädagogischen Förderzentrums in den neuen Räumlichkeiten unterrichtet. Hinzu kommen noch zwei Klassen, die zuletzt in der Teestube am Priener Bahnhof beherbergt waren. Nach dem Umbau werden zum Schuljahresbeginn 2011 zwei weitere Klassen vom Standort Söchtenau sowie eine zweite Gruppe einer Schulvorbereitenden Einrichtung, sie ist derzeit in Neukirchen in der Gemeinde Riedering untergebracht, in die Chiemseegemeinde übersiedeln. Einzig die drei im Kloster Frauenchiemsee beheimateten Klassen bleiben auf der Insel.

Die Zustimmung des Kreisausschusses zum Kaufvertrag eröffnet Priens Bürgermeister Jürgen Seifert die Möglichkeit, die dringend notwendige Erweiterung der Hauptschule in Angriff zu nehmen. Da der Landkreis auf die vereinbarte Nutzung der Räume in der Franziska-Hager-Schule verzichtet, kann der Hauptschulverband die kostengünstigste Lösung verwirklichen. Hier spare man sich eine Neubaumaßnahme und damit Kosten in Höhe von mehr als drei Millionen Euro, meinte Priens Bürgermeister. Die jetzt gefundene Lösung sorgt für eine nachhaltige Verbesserung der Schulsituation sowohl für die Schule zur individuellen Lernförderung des Landkreises als auch der Franziska-Hager-Schule.

Der heutige Tag war aber auch ein wichtiger für das Ludwig-Thoma-Gymnasium. Der Landkreis erwarb von der Marktgemeinde drei Grundstücke mit einer Gesamtfläche von rund 7300 Quadratmetern. Sie grenzen unmittelbar an das Schulgelände an und umfassen den Parkplatz an der Schulturnhalle sowie das ehemalige Hotel Charivari. Mit dem Grunderwerb ist der Platzbedarf für künftige Erweiterungen langfristig sichergestellt. Der Parkplatz bleibt bis zu einer schulischen Nutzung als solcher erhalten. Das Hotelgebäude ist nur noch eine Bauruine und muss deshalb abgebrochen werden. Kein Gegenstand des Kaufvertrages war der Große Kursaal, der im Eigentum der Gemeinde bleibt. Der Bürgermeister sah eine optimale Lösung für alle drei Schularten: Deshalb sei heute ein großer Tag für den Landkreis und ein noch größerer für die Gemeinde Prien, so Seifert. Seiner Meinung nach hätten heute vor allem die Schülerinnen und Schüler gewonnen. Sowohl Seifert als auch Landrat Neiderhell lobten den ausgehandelten Vertrag. Er sei glücklich, dass die kommunale Familie so funktioniere, so der Landrat abschließend.

Pressemitteilung Landratsamt Rosenheim

Rubriklistenbild: © tj

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