Den Schwachstellen auf der Spur

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Prien - Die Wasserleitungen in Prien sind in die Jahre gekommen. Da und dort platzen immer wieder einmal altersschwache Rohre. Die Marktgemeinde muss die Schäden reparieren.

Jetzt jedoch will sie nicht mehr reagieren, sondern agieren: Sie stellt ein Gesamtkonzept für die Sanierung des Leitungsnetzes auf. Einstimmig hat der Haupt- und Werkausschuss des Marktgemeinderates dem Wasserwerk diese Aufgabe übertragen.

Immer wieder ergeben sich neue Schäden: Nicht weniger als vier Rohrbrüche müssen nach Angaben der Gemeindeverwaltung aktuell behoben werden. Und das Wasserwerk hat gleich auch mitgeteilt, dass damit sicher noch nicht das Ende der Fahnenstange in diesem Jahr erreicht sei. Vielmehr seien erfahrungsgemäß im Herbst und Winter noch zahlreiche Rohrbrüche zu erwarten.

Bürgermeister Jürgen Seifert brachte ein Beispiel aus dem letzten Jahr: In der Ludwig-Thoma-Straße etwa habe die Gemeinde zwei- bis dreimal Rohrbrüche beseitigen müssen - dann habe sie sich entschieden, die Rohre neu zu verlegen. Um "nicht immer hinterherlaufen zu müssen", regte der Rathauschef an, vom Wasserwerk ein Gesamtkonzpt für die Sanierung des ganzen Netzes erstellen zu lassen.

Im Haushalt für das laufende Jahr hatte die Marktgemeinde für den Unterhalt der Wasserversorgung Ausgaben in Höhe von 100000 Euro bereitgestellt. Ein großer Teil des Geldes ist bereits aufgebraucht. Um alle Reparaturen, die in den verbleibenden Monaten des Jahres 2009 noch zu erwarten sind, vornehmen und auch noch weitere Hausanschlüsse schaffen zu können, bewilligte der Ausschuss eine Aufstockung des Budgets: Für die Wasserversorgung in Prien und in Wildenwart genehmigte das Gremium überplanmäßige Ausgaben in Höhe von insgesamt 65000 Euro.

16000 Euro für die Wasserwacht

Der Unterhalt der Wasserversorgung kostet die Gemeinde heuer mehr Geld, als sie erwartet hatte. Sie hat zwar die Beiträge erhöht, doch die Mehreinnahmen reichen nicht aus, die Ausgaben zu decken. Nach Angaben aus dem Rathaus brachte die Anhebung der Beiträge bisher rund 28000 Euro.

Die Wasserwacht plant, das Schindeldach ihrer Bootshütte zu erneuern. Mehrheitlich hat der Ausschuss einen Zuschuss der Marktgemeinde von 16000 Euro bewilligt. Nicht alle Ausschussmitglieder waren mit der Höhe einverstanden, vielmehr favorisierten sie einen geringeren Betrag.

Etwa 36000 Euro kostet die Erneuerung des Schindeldaches. Die Wasserwachtortsgruppe Prien-Rimsting will Eigenleistungen in Höhe von rund 5000 Euro einbringen. Das Bayerische Rote Kreuz hat sich bereit erklärt, rund 8000 Euro beizusteuern. Die Gemeinde Prien zahlt 16000 Euro - und Rimsting ist aufgefordert, 7000 Euro zu berappen.

pü/Chiemgau-Zeitung

Rubriklistenbild: © dpa

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