Mit Schwarzpulver und Ladestöcken

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Beim traditionsreichen Vorderladerschießen liegt Pulverdampf in der Luft.

Prien - Auch dieses Jahr bot das Kirchweih-Schießen der Königlich privilegierten Feuerschützengesellschaft (FSG) Prien im Eichental eine besondere Atmosphäre.

Am festlich geschmückten Schießstand, an dessen Zugang der Preistisch mit Kirchweihscheibe, Seidenfahnen, Münzen, Hutnadeln und Sachpreisen dekorativ aufgebaut war, hantierten in Tracht gekleidete Vorderladerschützen nicht nur mit ihren Gewehren und Pistolen. Auch Ladestöcke, selbstgegossene Geschosse und bis auf hundertstel Gramm abgewogene Schwarzpulverportionen gehörten zu den unentbehrlichen Utensilien, um nach dem Laden durch den Lauf einen präzisen Schuss abgeben zu können.

Vor der Preisverteilung dankte Dritter Schützenmeister und Leiter der FSG-Vorderladergruppe Klaus Thiel den Teilnehmern aus Tirol, Ober- und Niederbayern sowie den Sponsoren, besonders aber den jungen Schützen, die sich dieser ursprünglichen Art des Schießens verschrieben haben.

Hans Steinbacher aus Prien wurde mit der FSG-Nadel in Gold geehrt. Er war nicht nur zehn Jahre beim Kirchweih-Schießen dabei, sondern stiftet auch jährlich einen Preis aus seiner Goldschmiede.

Auf der Meisterscheibe Gewehr sicherte sich Alois Pfaffinger (SPS Simbach/Zell) den ersten Platz vor Walter Strauß und Sebastian Fegl (beide FSG Prien). Der beste Schuss auf die Meisterscheibe Pistole gelang Thomas Laumer (FSG Prien), Zweiter und Dritter wurden Walter Strauß und Bruno Ciresa (IHG/Innsbruck).

Walter Strauß hatte auf der Glückscheibe das beste "Blattl" vor Bruno Ciresa und Erich Bottesch (Edelweiß Tading). Unter den zwölf besten Schützen konnte sich Walter Strauß als Gewinner der Kirchweihscheibe durchsetzen, den zweiten und dritten Platz belegten Hans Steinbacher und Otto Dauer senior (beide FSG Prien).

re/Chiemgau-Zeitung

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