Segelclub steht hinter Plänen für neue Bootshalle in der Stippelwerft

Segel-Club beteiligt sich an Hallenbau

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Seit dem Abriss der Bootshalle inklusive Clubheim nutzt der SCPC ein Zelt auf dem Gelände der Stippelwerft als provisorische Unterkunft.

Prien - In einer außerordentlichen Versammlung haben sich die Mitglieder des Segel-Clubs Prien dafür ausgesprochen, sich am Neubau der "Bootshalle 1" der Stippelwerft zu beteiligen.

SCPC will sich beteiligen

Mit 43 Stimmen bei zwei Enthaltungen hat sich der Segelclub Prien am Chiemsee (SCPC) bei einer außerordentlichen Mitgliederversammlung dafür ausgesprochen, sich am Neubau der "Bootshalle 1" in der Stippelwerft zu beteiligen.

Der Verein soll einen Eigenanteil von 200000 Euro für das Gebäude aufbringen, in dem auch das Clubheim untergebracht werden soll.

Wie berichtet, hatte die Marktgemeinde die baufällige Halle in ihrem Sportboothafen inklusive Vereinsheim des SCPC im Herbst vergangenen Jahres aus Sicherheitsgründen abgerissen.

Rund 200 000 Euro soll nun die Finanzspritze betragen, die der Verein aus Zuschüssen, Rücklagen und einem Kredit schultern will und muss. Für den Innenausbau hofft der Club auf Spenden der Mitglieder. Das gesamte Bauvorhaben hat die Marktgemeinde auf gut 880000 Euro veranschlagt.

"Wir müssen heute Abend eine Lösung finden", denn die Situation sei "prekär", formulierte Präsident Lothar Demps im "Bayerischen Hof". Sachlich, "ohne Vergangenes aufzuwühlen", müssten die Mitglieder nun die finanzielle Situation für das Clubheim klären, appellierte er, nach vorne zu schauen.

Wie berichtet, hatte es bei Gemeinde und Vereinsspitze unterschiedliche Meinungen über die Finanzierung des Neubaus gegeben.

Bei der Versammlung im Zelt auf dem Gelände der Stippelwerft, das der Verein derzeit als provisorisches Clubheim nutzt, ging es ausschließlich um den Hallenneubau. An dessen Grundriss habe sich seit der ersten Präsentation nichts geändert und so sei er auch genehmigt, stellte Demps fest.

Sein Stellvertreter Bernd Loos erinnerte an den Verlauf der Verhandlungen mit der Gemeinde, mit Bürgermeister Jürgen Seifert und der "Bayerischen Sportförderung", die vor Monaten "völlig überraschend" (wir berichteten) eine Unterstützung in Höhe von "450000 Euro in Aussicht gestellt hatte. Bedingung war, dass in dem Neubau auch ein "integratives Leistungszentrum" mit vier Zimmern für behinderte Segler zum Übernachten untergebracht wird. Dafür wäre eine Neuplanung erforderlich gewesen.

Nach mehreren Gesprächsterminen habe man aber nun beschlossen, "die Zusammenarbeit mit der Bayerischen Sportförderung nicht fortzusetzen", gab Loos bekannt.

Demps berichtete von einer Gemeinderatssitzung, in der bemängelt worden sei, dass der SCPC keine Eigenmittel zur Verfügung stelle. "Kein Clubheim ohne Eigenleistung", brachte Loos die kommunalpolitische Losung auf den Punkt und fragte in die Runde: "Wieso soll das ausgerechnet beim SCPC nicht der Fall sein?"

Wie Demps weiter ausführte, habe die Gemeinde vorgeschlagen, dass sich der SCPC mit gut 200000 Euro an den Baukosten für die Bootshalle beteiligen soll.

Der Bayerische Landessport-Verband (BLSV) habe einen Zuschuss von 100000 Euro in Aussicht gestellt, gleichzeitig würde der BLSV den SCPC auch mit einem zinsgünstigen Kredit über 50000 Euro unterstützen, so dass mit den Rücklagen insgesamt gut 200000 Euro zusammen kämen.

Demps warb bei den Mitgliedern um Zustimmung für das Konzept. Sicher meinungsbildend war auch sein Argument, dass der Club dann mit der Gemeinde endlich einen Vertrag mache. Für die Nutzung der Räume in der alten Halle hatte es keine schriftliche Grundlage gegeben. "Außerdem "zahlt der Club dann keine Miete mehr", argumentierte Demps weiter. Denn im Gegenzug zum Eigenanteil soll der Verein für gut 30 Jahre von Mietzahlungen befreit werden.

Mitglied Hans Eisenloher nannte die Lösung als "unumgänglich, da der SCPC kein eigenes Gelände hat und keinen Vertrag". Mit der Annahme des Finanzierungskonzepts schaffe sich der Club eine "langfristige Absicherung", so Eisenloher.

Chiemgau-Zeitung

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