Sechs Menschenleben gerettet

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(Symbolbild)

Bernau/Chiemsee - 20.800 Wachstunden liegen hinter den Rettungsdiensten rund um den Chiemsee. Unter anderem retteten sie sechs Menschenleben - eine Bilanz!

Einmal im Jahr zum Abschluss der Saison treffen sich die Rettungsdienste rund um den Chiemsee, um Erfahrungen auszutauschen. Insgesamt 20.800 Wachstunden absolvierten sie in diesem Jahr. Sechsmal retteten sie Leben, zweimal holten sie eingebrochene Menschen aus dem Eis des Chiemsees, 27-mal suchten die Einsatzkräfte nach Vermissten und leisteten 132-mal Erste Hilfe, bilanzierte Gustl Posch, der als Einsatzleiter die Rettungsdienste am Bayerischen Meer koordiniert, im "Seiserhof".

Er erinnerte unter anderem an die "äußerst dramatische" Rettung zeitgleich mit der Einweihung des neuen Schiffs der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft (DLRG) in Prien. Ein Mann hatte auf einem Schiff einen Anfall bekommen und war über Bord gestürzt.

Die Vorstände der Wasserwachtortsgruppen Prien, Bernau, Übersee, Chieming, Seebruck, Gstadt und Breitbrunn, die Vertreter der Wasserschutzpolizei, der DLRG sowie der Feuerwehren aus Chieming, Bernau und Prien informierte Posch auch über eine anstehende Änderung des Rettungsdienstgesetzes. "Alle Einsatzleiter sind gleichberechtigt und nicht weisungsgebunden", erläuterte Posch die Folgen für die Verantwortlichkeit bei Einsätzen. Dies sei schon in der Vergangenheit in ähnlicher Form praktiziert worden.

Anton Goschak von der Leitstelle Traunstein informierte, dass ab 2011 die Sturmwarnung nicht mehr durch die Polizeiinspektion Prien ausgelöst werde, sondern durch die Leitstelle in Traunstein.

Höchst unterschiedlich fielen die Berichte der einzelnen Verantwortlichen aus. Dramatisch verlief die Rettung eines "Skysurfers" durch die Wasserwacht Seebruck, wie Henry Lichtenhahn berichtete. Auch ein Heißluftballon musste notwassern, erinnerte der Leiter der Wasserwacht Seebruck.

Tragisch endete ein Einsatz in Chieming, bei dem eine ältere Dame im Strandbad nicht mehr reanimiert werden konnte, so Bernhard Ratay.

Er ärgerte sich auch über den immer größer werden Bürokratie-Aufwand, wenn Einsatz-Protokolle geschrieben werden müssten.

daa/Chiemgau-Zeitung

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