Seebühne jetzt Geschichte

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Prien - Ein endgültiger Schlussstrich wurde im vergangenen Jahr unter die Chiemsee Seebühnengesellschaft mbH gezogen. Die Seebühne ist somit Geschichte.

Für das Rechnungsjahr 2010 hat die Verwaltung des Marktes Prien jetzt den Beteiligungsbericht veröffentlicht. Die Zahlen und Fakten stellte Geschäftsleiter Andreas Hell dem Gemeinderat in der zurückliegenden Sitzung vor. Für die PTG moderierte Geschäftsführer Bertram Vogl.

Nach Maßgabe des Kommunalrechts muss die Gemeinde jährlich alle Beteiligungen an Unternehmen offenlegen, an der die Kommune mindestens fünf Prozent der Anteile hält. Aus zwei Gründen hat der Markt von der Möglichkeit Gebrauch gemacht, sich an privaten Unternehmen zu beteiligen: Zum einen sollte durch die Gründung von Eigengesellschaften dem schärfer werdenden Wettbewerb und den sich schneller ändernden Marktbedingungen flexibler begegnet werden. Zum anderen sollte durch die Beteiligungen an Unternehmen die Wahrnehmung bestimmter Interessen der Gemeinde gesichert werden, heißt es in dem Bericht.

Entgültig abgewickelt wurde im vergangenen Jahr die Chiemsee Seebühnengesellschaft mbH (CSG), erklärte in der Sitzung Gemeindeverwaltungsleiter Hell.

In Auflösung und nahezu abgewickelt ist die Goethe Institut Prien a. Chiemsee Objektgesellschaft mbH (GIP). Das Unternehmen war 1999 gegründet worden für den Bau des Goethe Instituts. 2010 wurde nach Schließung des Instituts das Gebäude an den Landkreis verkauft. Dadurch konnten nahezu alle Schulden getilgt werden. Der Schuldenstand lag am 31.Dezember 2010 bei 64.130,81 Euro.

Für ihre 100-prozentige Tochter, die Priener Tourismusgesellschaft mbH-Betriebsgesellschaft (PTG), musste die Gemeinde in 2010 laut Beteiligungsbericht einen Jahresfehlbetrag von rund 2,95 Millionen Euro ausweisen. Durch die Ausgleichszahlung des Marktes Prien an die PTG war der Schuldenstand Ende 2010 gleich Null, berichtete Geschäftsführer Vogel. Längerfristige Kredite seien in dem Geschäftsjahr nicht aufgenommen worden. Gegenstand des Unternehmens ist der Betrieb und die Förderung des Tourismus.

Die Ertragslage für das Logistik-Kompetenz-Zentrum (LKZ) Prien GmbH, ist wie in den vorangegangenen Berichtsjahren weiterhin positiv. Der Markt Prien hält eine Minderheitsbeteiligung von 49,78 Prozent am gezeichneten Kapital von 602.600 Euro. Durch starke Arbeitsbelastung in 2009 konnten Großaufträge nicht im bisherigen Umfang akquiriert werden. Dies führte zwar zu einem Umsatzrückgang aber auch zu einer wesentlich besseren Ertragslage, heißt es in dem Beteiligungsbericht. Seit 2003 wurden in hohem Maß Fördergelder in die Region gebracht. An den Landkreis Rosenheim sind seit Gründung in 1997 aus dem Rückfluss der Erbpacht inzwischen 63000 Euro und Prien 75.000 Euro aus der Grundsteuer zugeflossen. Das Darlehen für das erstellte Gebäude in Höhe von rund 1,57 Millionen Euro wurde mittlerweile durch planmäßige Tilgungen auf einen Betrag von 317.000 Euro zurück geführt.

An der Chiemsee Tourismus e.V. & Co.KG ist die Gemeinde mit etwa 5,2 Prozent am Festkapital von 192.000 Euro beteiligt. Die übrigen unterschiedlich hohen Kommanditeinlagen verteilen sich auf 18 weitere Kommunen, von denen jedoch keine mindestens 25 Prozent Anteile hält, und zu insgesamt rund 27,3 Prozent auf neun private Unternehmen. Das Unternehmen weist für 2010 einen Jahresfehlbetrag von 7436,52 Euro aus; der Schuldenstand beträgt zum Jahresende 114,95 Euro.

Auch heuer hat die Medical Park Prien Kronprinz GmbH & Co.KG mitgeteilt, dass sie mit einer Veröffentlichung der Geschäftsdaten nicht einverstanden ist, da rechtliche Belange der Mitgesellschafter berührt seien. Die Minderheitsbeteiligung der Gemeinde Prien am Festkapital von rund 4,98 Millionen Euro beträgt knapp 32,9 Prozent.

ul/Chiemgau-Zeitung

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © Berger

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