Wasserwacht hat alle Hände voll zu tun

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Prien - Am Donnerstag mussten trotz Sturmwarnung mehrere Wassersportler auf dem Chiemsee aus Seenot gerettet werden. Ein Kielboot sank in der Mühlner Bucht.

Trotz Vorsichtsmeldung beziehungsweise einer Sturmwarnung ab 13 Uhr mussten die Rettungsdienste vom Chiemsee am frühen Nachmittag zu mehreren Einsätzen bei Windstärke 8 ausrücken. Die Wasserwacht Prien brachte zwei Kajakfahrer in Sicherheit, die an der Südseite der Herreninsel Schutz suchten.

Die fünfköpfige Besatzung eines Mietelektrobootes, die ohne Rettungswesten unterwegs war, musste ebenfalls vom Boot der Wasserwacht abgeschleppt werden. Kurzzeitig war ein Ruderboot mit vier Sportlern im Bereich Gstadt/Fraueninsel vermisst. Das Boot und die Besatzung wurden unversehrt von einem Bootsverleiher aus Gstadt in Sicherheit gebracht.

Im östlichen Bereich des Sees wurden zwei Katamarane und eine Segelyacht von den Wasserwachten Chieming bzw. Seebruck mit ihren Besatzungen in Sicherheit gebracht. Dem rechtzeitigen Eingreifen der Rettungsdienste ist es zu verdanken, dass niemand verletzt wurde.

Ein 46-jähriger und ein 47-jähriger Urlauber segelten mit ihrem Kielboot auf dem Chiemsee in der Mühlner Bucht, als das Boot von einer heftigen Windböe erfasst und zur Seite gedrückt wurde. Noch bevor die Besatzung die Segel lösen konnten, geriet durch den starken Wellengang soviel Wasser ins Boot, dass dieses gegen 16.30 Uhr innerhalb weniger Sekunden unterging.

Die beiden Männer, die keine Rettungswesten trugen, hielten sich im 16 Grad kalten Chiemsee über Wasser bis sie von einem aufmerksamen Schlauchbootfahrer unverletzt gerettet wurden.

Die Unglücksstelle befindet sich im Bereich der Fahrrinne der Fähre, welche die Herreninsel anfährt. Da nicht auszuschließen war, dass durch das gesunkene Schiff eine Gefahr für den Fährbetrieb besteht, wurde das Boot mittels Sonargeräten durch Wasserwacht und DRLG geortet. Die Bergung des Segelbootes soll in den nächsten Tagen stattfinden.

Ruderer und Hund mit Seilwinde gerettet

Eine Sturmböe überraschte einen 83-Jährigen aus Baden-Württemberg und brachte sein Boot fast zum Kentern. Der Tourist war mit seinem Hund mit seinem Ruderboot auf dem Pelhamer See unterwegs. Bei aufkommenden stürmischem Wind geriet er gegen 13.30 Uhr in Seenot, konnte aber selbst die Polizei verständigen. Die Besatzung des Polizeihubschraubers entdeckte das Boot am Ostufer.

Ein Beamter der Polizei Prien wurde mit der Seilwinde zum Boot hinabgelassen. Er konnte den 83-jährigen mitsamt seinem Hund durch das sumpfige Gelände an Land führen und den Rettungskräften der Wasserwacht und der Feuerwehr Eggstätt übergeben. Der Urlauber erlitt einen Schock, benötigte aber keine ärztliche Versorgung. Er wurde durch den ebenfalls alarmierten Polizeihubschrauber per Seilwinde geborgen und sicher an Land gesetzt.

Rubriklistenbild: © dpa

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