Kelten, Römer und Bajuwaren...

Ein Tag als keltischer Krieger

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Die Kinder tauchten beim historischen Ferienprogram am Keltengehöft in Stöffling in das Leben ihrer Vorfahren ein.

Seeon-Seebruck - Am Donnerstag tauchten 26 Kinder in das Leben ihrer Vorfahren ein. Im Rahmen des Ferienprogramms konnte in viele historische Rollen geschlüpft werden.

Einen kurzweiligen Ausflug in die Vor- und Frühgeschichte unternahmen am Donnerstag 26 Kinder beim Sommerferienprogram „Geschichte erleben bei Kelten, Römern und Bajuwaren“ im Keltengehöft Stöffling. Nach der wetterbedingten Absage in der Vorwoche strahlten diesmal Groß und Klein mit der Sonne um die Wette.

Ihr handwerkliches Geschick bewiesen die Nachwuchs-Historiker beim Rundfibel-„Schmieden“ mit dem römischen Legionär Matthias Ziereis. Mit einer Zange wurde der dickere Kupferdraht zu einem Ring gebogen und anschließend ein dünnerer Draht als Nadel befestigt. „Anstelle von Knöpfen und Reißverschlüssen verwendeten die Kelten und Römer Fibeln zum Zusammenhalten von Kleidungsstücken“, erzählte Ziereis seinen Schülern und demonstrierte die Funktionsweise umgehend mit einem Stoffstück.

Kleidung, Waffen und Ausrüstung eines römischen Soldaten stellte ihnen Legionär Manfred Mayer vor. In dessen Marschgepäck entdeckten die Kinder unter anderem Socken, eine Schreibtafel, Schere, Pinzette, Ohrenlöffel und eine Art Dorn zum Säubern der Zähne. Bei ihren langen Märschen hätten die Soldaten auch stets Korn mit sich geführt, dass sie nach dem Mahlen „zu Brei verarbeiteten oder zum Brotbacken verwendeten“, so Mayer. Anschließend durften die Kinder in ein Kettenhemd schlüpfen und sich für einige Minuten als keltische Krieger fühlen.

Nicht weniger Tatendrang versprühten sie beim Gemüse-Schneiden mit Keltin Sabine Wastlhuber. Über dem offenen Feuer gekocht schmeckte die Suppe gleich doppelt so gut.

Wie die Kelten Harzsalbe herstellen, erfuhren die kleinen Zeitreisenden bei Martina Ziereis. Ihre Vorfahren hätten die heilende Wirkung des Harzes an den Bäumen beobachtet und dann selbst zur Behandlung von Wunden eingesetzt. Versehen mit Johanneskraut-Öl wurde das über dem Feuer geschmolzene Fichtenharz von Ziereis in Gläschen verteilt. Diese waren zuvor von den Kindern etikettiert worden.

Mit diesem Wunderheilmittel im Gepäck ging es ganz unbesorgt zum Pfeil- und Bogenschießen, wo ihnen Bajuware Gerhard Würdinger mit Rat und Tat zur Seite stand.

Ferienprogramm „Kelten, Römer und Bajuwaren“

mmü

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