Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

„Keine einfache Entscheidung“

Auto oder Mensch - Wer soll bei der Dorfplatz-Neugestaltung in Seeon Vorrang haben?

Der Dorfplatz in Seeon soll im Zuge einer Neugestaltung mehr Aufenthaltsqualität erhalten. Dabei soll auch der Bereich um den Bäckerbach miteinbezogen werden. Ungeklärt ist die Frage: Wohin mit den Parkplätzen?
+
Der Dorfplatz in Seeon soll im Zuge einer Neugestaltung mehr Aufenthaltsqualität erhalten. Dabei soll auch der Bereich um den Bäckerbach miteinbezogen werden. Ungeklärt ist die Frage: Wohin mit den Parkplätzen?

Soll der schönste Platz am See dem Auto oder dem Menschen vorbehalten sein? Diese Frage stellt sich bei der künftigen Neugestaltung des Seeoner Dorfplatzes.

Seeon-Seebruck – Bei einer ersten interaktiven Veranstaltung wurde nach gemeinsamen Überlegungen der Fokus auf mehr Lebensqualität gelegt. Bürger, Vereinsvorstände sowie der Arbeitskreis „Lebensqualität durch Nähe“ und Anlieger haben Ende Juni dieses Jahres gemeinsam mit dem Landschaftsarchitekturbüro Schelle Heyse Behr mögliche Ideen gesammelt, wie man den Dorfplatz aufwerten könnte.

In der letzten Gemeinderatssitzung vor der Sommerpause wurde das Ergebnis der Bürgerbeteiligung dem Gemeinderat und den Besuchern im Seebrucker Rathaus präsentiert.

Letzte Umgestaltung liegt über 20 Jahre zurück

Zuletzt wurde der Dorfplatz vor über 20 Jahren unter dem damaligen Bürgermeister Konrad Glück umgestaltet. Um den Platz herum, der gepflastert wurde, wurden rund 20 Parkplätze angeordnet. Auch ein Informationspavillon wurde aufgestellt. Der Übergang des sogenannten Bäckerbachs – ein Ausläufer des Seeoner Sees – zur Gemeindewiese wurde als Steg neu gebaut.

Konkrete Vorschläge zur Umgestaltung liegen vor

Nach über zwei Jahrzehnten soll der Platz jetzt erneut aufgewertet werden.

Im Raum stehen einige Verbesserungsvorschläge. So könnte man womöglich auf einige Parkplätze verzichten. Auch ein kleines „Versorgungsgebäude“ aus Holz mit WC und E-Ladestation ließe sich errichten, und den bisherigen Info-Pavillon könnte man durch einen neuen ersetzen. Überlegungen gehen auch dahin, die Gemeindewiese mit Ruhe- und Sitzgelegenheiten auszustatten. Außerdem müsste ohnehin die Uferbefestigung des Bäckerbaches erneuert werden, wie es hieß. Wie Rupert Schelle vom Architekturbüro erklärte, wolle man versuchen, den Eingriff so gering wie möglich zu halten und dabei auch den Anliegern gerecht zu werden.

Am Thema Parkplätze scheiden sich die Geister

Die Parkplätze waren schon vor über 20 Jahren ein umstrittenes Thema. Nach den ersten Überlegungen habe man sich im Ergebnis der Bürgerbeteiligung darauf verständigt, fünf bis sechs Parkplätze wegfallen zu lassen, um dem Platz mehr Aufenthaltsqualität einzuräumen, sagte Schelle. Dass es schwierig sei, Ersatzparkflächen in unmittelbarer Nähe vorzuhalten, ist auch dem Gemeinderat bekannt.

Der Teufel liegt im Detail

„Wichtig wäre, die Dauerparker wegzubekommen“, sagte Martha Gruber (FW). Sie sei für eine Aufwertung des Platzes, aber die Parkplätze müssten erhalten bleiben. Als eine Gefahr sieht die Truchtlachinger Gemeinderätin auch den derzeitigen Zustand der Uferbefestigung des Bäckerbachs: „Der Bäckerbachauslauf muss ohnehin hergerichtet werden“, forderte Gruber.

Franz Wörndl (CSU) fand den Vorschlag zwar sehr stimmig und auch die Umsetzung sei gar nicht so schwierig, stellte er fest. Es sei eher der spätere Unterhalt des Platzes, der ihm Sorge bereite und um den sich dann wieder die Gemeinde kümmern müsse. Auch sein Fraktionskollege Sepp Daxenberger äußerte sich besorgt darüber, dass der Unterhalt des Platzes auf die Gemeinde zurückfällt: „Gibt es Eigenleistungen? Oder steht da die Gemeinde dahinter?“, wollte Daxenberger wissen.

Attraktivität des Seeoner Dorfplatzes steht im Zentrum der Bemühungen

Nach Angaben von Bürgermeister Martin Bartlweber (FW) sei der Unterhalt nach einer Aufwertung des Platzes nicht pflegeaufwendiger als bisher. „In erster Linie soll der Platz attraktiver werden und der Bereich um den Bäckerbach als weitere Aufenthaltsmöglichkeit miteinbezogen werden, so Bartlweber.

Alfred Fiedler (FW) erinnerte daran, dass sich auf dem Platz auch eine Löschwasser-Entnahmestelle befindet, die unbedingt erhalten werden müsse. Angelika Wolferstetter (Grüne) befürchtet, dass durch eine Reduzierung der Parkplätze die Weinbergstraße zugeparkt werde.

Parken außerhalb des Ortes ermöglichen

Den Verkehr so zu lenken, dass außerhalb des Ortes geparkt werde, schlug Sabine Pfaffenzeller (FW) vor.

Auf der Basis dieser Ideen, aber unter Vorbehalt einer geregelten Parkplatzsituation, soll das Büro jetzt ein Konzept erarbeiten, das im Herbst dem Gemeinderat und der Öffentlichkeit vorgestellt wird. Ein dahingehend formulierter Beschlussvorschlag wurde bei zwei Gegenstimmen genehmigt. Bei einer Umsetzung des Projekts soll dann auch ermittelt werden, ob eine Förderung über das Leader-Programm möglich ist.

Kommentare