Osterferien bei den antiken Römern verbracht

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Seeon-Seebruck -  Das Ferienprogramm war ausgebucht: Rund 40 Kinder unternahmen eine Reise in die Vergangenheit! Es wurde auf Papyrus geschrieben und mit Pfeilen geschossen.

„Das Pfeil- und Bogenschießen hat so viel Spaß gemacht, ich habe sechsmal getroffen“, freute sich am vergangenen Mittwoch ein Mädchen über ihr ganz persönliches Erfolgserlebnis beim historischen Osterferienprogramm im und vor dem Römermuseum Bedaium in Seebruck.

Rund 40 Kinder unternahmen an beiden Tagen eine abwechslungsreiche Reise in die Vergangenheit im Römermuseum, bei der die Zeit wie im Flug verging. Bevor die Nachwuchs-Historiker am Mittwoch allerdings so richtig loslegen konnten, wurden ihre Eltern von Museumsleiter Dr. Alfons Regnauer höflich nach draußen gebeten, damit deren Sprösslinge „in aller Ruhe arbeiten können“.

In der gemütlichen „römischen Schreibstube“ durften sie dann unter der fachkundigen Anleitung von Legionär Josef Schwab und dessen Frau Erika wie die alten Römer mit Griffel auf echtem Papyrus-Papier schreiben. Dabei wurde erstmals selbst angesetzte Eisengallus-Tinte verwendet, die aufgrund ihrer Schwärze und Beständigkeit heute noch bei Staatsverträgen Verwendung findet.

Römer waren "spielsüchtig"

Nebenan erfuhren die Kinder beim Römer Matthias Ziereis, dass seine Vorfahren „ziemlich spielsüchtig waren“ und besonders gerne mit "Astragalen", also den Mittelfußknochen von Ziegen und Schafen würfelten. Hoch im Kurs standen auch antike Nussspiele, die dem Boccia ähneln. Selbst aus Filz herstellen durften die Kinder das Radmühlenspiel „Mola Rotunda“, deren Spielfläche die Römer auf Leder oder Holz aufzeichneten oder einfach in den Boden kratzten. Als Spielsteine dienten beim Ferienprogramm jeweils drei gleichfarbige Keramiksteinchen, die am Montag beim Mosaiklegen mit Martina Ziereis in der „römischen Künstlerwerkstatt“ übrig geblieben waren. Auch das uns allen geläufige Mühlespiel sei damals schon bekannt gewesen und nach den heutigen Regeln gespielt worden, erzählte Ziereis, während er zur Stärkung selbst gebackenes „Legionärsbrot“ verteilte.

Impressionen vom Ferienprogramm:

Ferienprogramm im Römermuseum

Zehn Bögen der Marke Eigenbau, darunter vier Lang- und sechs Recurve-Bögen, und 70 Pfeile hatte Bajuware Gerhard Würdinger aus Niederbayern mitgebracht, um den Kindern vor dem Museum das Pfeil- und Bogenschießen näherzubringen. Seine „Schüler“ seien mit Feuereifer dabei gewesen und hätten sich auch von Kälte, Wind und Graupelschauern nicht irritieren lassen, lobte Würdinger. Ein Wiedersehen gibt es bereits am Sonntag, 18. Mai beim Internationalen Museumstag, zu dem sich auch viele andere historische Darsteller angekündigt haben.

mmü 

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