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Nach WM-Titel auch Gold bei Europameisterschaft

Seebrucker Niclas Lehmann im 470er Junioren-Europameister

Von links nach rechts – Lehmann – Haberl – Reichstädter (Trainer).
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Von links nach rechts: Lehmann, Haberl, Reichstädter (Trainer).

Niclas Lehmann und Niklas Haberl holten sich im italienischen Formia den Europameistertitel bei den 470er Junioren. Nur zwei Wochen nach dem Junioren-Weltmeistertitel feierte das OeSV-Duo damit den nächsten Triumph.

Seebruck/ Formia - Niclas Lehmann und Niklas Haberl erwischten bei der Europameisterschaft einen Auftakt nach Maß und ließen in der ersten und einzigen Wettfahrt am Montag die weiteren Boote der Open-Fleet hinter sich. In den darauffolgenden vier Tagen gewannen die frischgebackenen Junioren-Weltmeister noch drei Wettfahrten.

In den ersten elf Rennen kamen der Steuermann vom Union Yacht Club Attersee sowie sein Vorschoter vom Union Yachtclub Mondsee acht Mal unter den Top-Drei ins Ziel und hatten vor dem Medal Race sechs Punkte Vorsprung auf die ersten Verfolger aus Spanien.

Rennen vorzeitig abgebrochen

Am Samstag wurde die letzte geplante Wettfahrt der Titelkämpfe zwar gestartet, aufgrund des immer weniger werdenden Windes musste das Rennen jedoch vorzeitig abgebrochen werden. Damit bejubelten die OeSV-Junioren den zweiten großen Erfolg binnen zwei Wochen. Schon bei der 470er World Junior Championship vor Sanremo in Italien sicherten sich die Österreicher den WM-Titel.

„Wir mussten lange warten, bis die letzte Wettfahrt gestartet wurde. Bei der zweiten Luv-Boje waren wir an zweiter Stelle, diesen Platz haben wir auch halten können, bis das Rennen schließlich aufgrund des überschrittenen Zeitlimits abgebrochen wurde. Wir sind überglücklich mit dem Ergebnis“, berichtet Vorschoter Niklas Haberl.

„Für mich ist das sogar ein Triple“

„Wir sind so happy über den erneuten Titelgewinn und sehr sehr Stolz. Für mich ist das sogar ein Triple, nachdem ich im Juni noch die Matura bestanden habe. So einen Märchensommer werde ich bestimmt nicht mehr erleben, denn die Matura tu ich mir sicher nicht mehr an, erzählt Steuermann Lehmann mit einem Schmunzeln.

„Der Wettbewerb war aufgrund der hohen Temperaturen extrem anstrengend und kräftezehrend. Wir hatten bei Temperaturen um 35 Grad oft mehrere Stunden Wartezeit am Wasser, bis der thermische Wind einsetzte. Ich selbst habe die letzten vier Wochen über 5 Kilo Gewicht verloren und freue mich jetzt riesig auf eine Pause und gutes Essen, zu Hause bei meinen Eltern am Chiemsee“, erzählt Lehmann weiter.

„Die gemeinsame Arbeit trägt Früchte“

Trainer Florian Reichstädter zeigte sich mit dem Abschneiden des OeSV-Teams sehr zufrieden. „Ich freue mich sehr für unsere Athleten. Wir arbeiten nun seit knapp über einem Jahr zusammen und es ist schön zu sehen, dass diese Arbeit Früchte trägt. Es war ein sehr anstrengender Monat, wir waren knapp vier Wochen unterwegs.

Umso bemerkenswerter ist es, dass Niclas und Niklas ihre Aufgabe mit Bravour gemeistert haben. Sie konnten in dieser Woche wieder sehr viel lernen und haben den Sieg nach Hause gefahren“, so der ehemalige 470er-Segler und dreifache Olympia-Teilnehmer, der sich auch auf eine Pause in seiner Heimatstadt Wien und seine Frau freut.

Christian Lehmann
 

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