Leser stellt Sinnfrage für Mensch und Umwelt

Ist's nachts am Seebrucker Hafen schlicht zu hell?

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Das Foto unseres Lesers vom Seebrucker Hafen wurde bei längerer Belichtung aufgenommen und wirkt daher heller, als in Wirklichkeit.
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Seebruck - Fische und Vögel seien betroffen, außerdem könnte man doch Energie sparen: Einer unserer Leser stört sich an der "Lichtverschmutzung" am Hafen - wir haben nachgefragt.

"Mir sind die sehr hellen Lichter am Segelhafen in Seebruck aufgefallen. Aus Sicht des Naturschutzes und der Energiesparverordnung müssten die eigentlich reduziert werden", schreibt einer unserer Leser. Fische und Vögel seien beispielsweise in der Orientierung stark betroffen, auch Insekten umschwirren die Lampen nachts teils bis zur todbringenden Erschöpfung. Der Leser merkt aber an, dass das Foto bei längerer Belichtung aufgenommen wurde, es also nicht der normalen Wahrnehmung entspricht.

Vor gut zehn Jahren wurde in Seebruck die Beleuchtung am Hafen installiert. Nicht ohne eine Reihe von Hürden zu überspringen und Genehmigungen einzuholen, wie bei so gut wie allen Bauvorhaben: "In diesem Fall mussten wir die Beleuchtung mit der unteren Naturschutzbehörde im Landratsamt abstimmen", so Bürgermeister Bernd Ruth. Auch was Lichtemissionen betrifft, kennt der Gesetzgeber nämlich Regelungen. 

"Ich habe es noch nie als so grell empfunden", meint Ruth weiter - und er fügt hinzu, dass die Beleuchtung am Hafen teils auch als Straßenbeleuchtung dient und mit ihr gekoppelt ist: "Und natürlich soll das touristisch auch was hermachen." Die Gemeinde hätte nicht vor, in der Hinsicht etwas zu unternehmen.

xe

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