Brauerei Camba Bavaria erweitert Konzept mit Bäckerei in Seeon 

Bier und Brot im Einklang: Ein Blick hinter die Kulissen der Camba-Bäckerei 

Markus Lohner, Geschäftsführer und Gründer von Camba Bavaria (links) mit Bäckermeister Harald Nachtrab. 
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Markus Lohner, Geschäftsführer und Gründer von Camba Bavaria (links) mit Bäckermeister Harald Nachtrab. 

Seeon - Bier und Brot - passt das zusammen? "Aber wie", ist Markus Lohner, Geschäftsführer und Gründer von Camba Bavaria, überzeugt. Neuerdings hat die Brauerei ihr Angebot um eine Bäckerei erweitert. chiemgau24.de hat sich die Backstube einmal genauer angesehen. 

"Bier und Brot hängt noch enger zusammen als man meinen könnte", erklärt Lohner. Camba sei die lateinische Bezeichnung für einen Raum in einem Kloster, in dem früher gebacken und gebraut wurde. 


"Heute back ich und morgen brau ich" - diesen Spruch aus dem Grimm'schen Märchen Rumpelstilzchen kennt jedes Kind. "Früher standen Brauereien und Bäckereien immer nebeneinander", fährt der Geschäftsführer von Camba Bavaria weiter fort. "Die Idee Bier und Brot zueinander zu führen, habe ich seit es Camba gibt. Ich wollte schon immer auch eine Bäckerei - zuerst in Truchtlaching bei der Gaststätte, dann aber hat sich der Standort hier in Seeon am Gewerbering ergeben." 

Erlebnis für die Sinne 

Seit April 2019 existiert die Bäckerei direkt neben den Sudkesseln, in denen das Bier gebraut wird. Das Ambiente rund um die Bäckerei ist natürlich gehalten. "Mir ist es wichtig, echte Materialien zu verarbeiten - Kunststoff kommt mir nicht ins Haus", unterstreicht Lohner. Das Gebäude ist geprägt von Beton, durch die Brauerei ist sehr viel Edelstahl verbaut und da biete Holz einen idealen Kontrast


In Seeon finden auch die Brauerei-Führungen statt, wie Marion Weinberger von der Abteilung Marketing ergänzt. Das Konzept der Führungen habe man ausgebaut: "Gerade beim Biertrinken kommt oft der kleine Hunger. Deshalb können wir dank der Bäckerei unsere Führungen kulinarisch ergänzen ohne eine Konkurrenzsituation zur Gaststätte in Truchtlaching zu erzeugen. Die Bäckerei wertet die Lokalität optisch auf und spielt auch mit den Sinnen der Gäste - bereits beim Betreten steigt einem der Duft von frisch gebackenem Brot und Semmeln in die Nase."  

Bäckermeister Harald Nachtrab in Aktion. 

"Zwei Bäckereimeister sind hier in Seeon beschäftigt, ich glaube, damit sind wir eine der kleinsten Bäckereien in Deutschland. Das Backhandwerk ist leider kein attraktiver Lehrberuf mehr", betont Lohner. 

Die Bäckermeister in der Camba starten ihren Dienst nicht wie sonst üblich nachts, sondern um 7 Uhr morgens. In der von Glasfenstern umgebenen Backstube kann der Gast dann live miterleben, wie der Brotteig geknetet, Brezen geschwungen und Semmeln gebacken werden. 

Das Konzept scheint anzukommen bei den Gästen. "Wir sind zufrieden, die Nachfrage ist da und die Kunden kommen aus einem Umkreis von bis zu 40 Kilometern. Das Feedback fällt positiv aus", konstatiert Lohner und betont gleichzeitig, wie viel Wert er auf Qualität lege: "Ich wollte auf keinen Fall einen Backshop. Der Fokus liegt auf natürlichen Rohstoffen in Bio-Qualität ohne Zusatzstoffe und Sortenvielfalt. Wir achten auf einen saisonalen Bezug - im Sommer gibt es zum Beispiel Ciabatta mit Oliven und im Winter Früchtebrot." 

mb

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