In Ischl muffelt es seit zwei Jahren

"Es stinkt erbärmlich, der Gestank zieht sich durch das ganze Dorf"

Seeon/Ischl - Dass es auf dem Land und im Dorf ab und zu etwas strenger riecht ist normal. In der kleinen Ortschaft Ischl in der Gemeinde Seeon-Seebruck muffelt es aber seit rund zwei Jahren nonstop.

Die Quelle ist leicht zu erschnüffeln: Die stark riechenden Abwasserdämpfe kommen aus der Kanalisation. "Der Gestank ist unerträglich, vor allem in der Früh und am Abend", beschwerten sich Bewohner aus Ischl in einer Gemeinderatssitzung. "Es stinkt erbärmlich, der Gestank zieht sich durch das ganze Dorf", sagte Hubert Laufenböck.

Die Gemeinde ist sich dieses Problems bewusst und versucht seit einigen Jahren bei der Abwasserpumpstation in Roitham durch Zugabe eines geruchsminderten Mittels (Nutrix) den stark riechenden Abwasserdämpfen in Ischl entgegenzutreten - bislang ohne Erfolg.

Abwasserleitungen von Roitham und Seeon laufen zusammen

"Das Problem ist seit Jahren Dauerthema des Abwasser- und Umweltverbandes (AUV)", erklärte Bürgermeister Bernd Ruth. Deshalb habe sich der Verband jetzt von einer Firma ein Geruchsdämpfsystem anbieten lassen, um im Bereich Ischl, an dem die beiden Abwasserleitungen von Roitham und Seeon zusammenlaufen, die sehr starke Geruchsbelästigung zu vermindern.

Durch den Einsatz von Geruchsfiltern könne auch die Dosierung der Nutrix-Zugabe vermindert werden, was den hocherscheinenden Anschaffungskosten von 20.000 Euro gegengerechnet werden könne. Die Geruchsfilter werden an der Schachtsohle angebracht. Dadurch werde auch der biogenen Schwefelsäurekorrosion oberhalb der Einbauebene entgegengewirkt. Das Gremium einigte sich darauf, 12 solche Geruchsfilter für 20.000 Euro anzuschaffen und einbauen zu lassen.

Gabi Rasch

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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