Negative Auswirkungen auf die Natur um das Kloster Seeon befürchtet

Kiesabbau am Bansee: Grüne fordern Stellungnahme

Bündnis 90/Die Grünen Bezirkstagsfraktion Oberbayern Kloster Seeon
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Von links: Anton Mayer jun. (GR), Dr. Eckart Stüber (Bezirksrat Weilheim), Angelika Wolfertstetter (GRin); Martin Wagner Bezirksrat München-Land Süd); Michaela Losbichler (GRin), Elisabeth Janner (Bezirksrätin Miesbach).

Seeon - Die Grünen forderten eine Stellungnahme des Bezirks Oberbayern zum Kiesabbau am Bansee. Der Antrag wurde aber abgelehnt.

Die Meldung im Wortlaut:


In der Sitzung des Werkausschusses des Kultur- und Bildungszentrums Kloster Seeon am 21. September hat die Fraktion von Bündnis90/Die Grünen mit den Mitgliedern Elisabeth Janner, Dr. Eckart Stüber und Martin Wagner einen Antrag gestellt, dass der Eigentümer des Klosters, Bezirk Oberbayern, als unmittelbar Betroffener eine Stellungnahme abgibt zu dem vor kurzem zuerst vollumfänglich, aber dann zunächst nur „teilweise“ genehmigten Kiesabbau am Bansee (Seeon-Grünweg). Als Mitglieder und Verantwortliche für das Wohlergehen des Kultur- und Bildungszentrums haben wir die Befürchtung, dass durch die neue Kiesabbaufläche in nächster Umgebung des Klosters negative Einflüsse auf die aktuellen Besucher*innen und letztendlich auf das zukünftige Besucher*innenaufkommen entstehen.

Zahlreiche negative Auswirkungen


Konkret betrifft dies verkehrliche Störungen der Besucher*innen bei der An- und Abreise (und Ausflügen während des Aufenthaltes) durch Befahrungen der Straße durch „Kieslaster“, verunreinigte Straßen und erhöhte Gefahr von Steinschlag, Lärm- und Feinpartikelimmissionen beim Kloster, Einflussnahme auf die Seenzustände (Bansee, Seeoner See) durch verschiedene Einträge infolge des Kiesabbaus über Luft und veränderte Grundwasserströme sowie Störung der Aufenthaltsqualität der Besucher*innen bei Kurzausflügen (Spaziergängen) in der nahen Umgebung nach Tagungen und Bildungsveranstaltungen.

In der Sitzung des Werkausschusses wurde der Antrag mit den Stimmen der CSU/FW/SPD mit der Begründung abgelehnt, dass die Zuständigkeit für den Bezirk fehlt. Ob dieser mehrheitlichen freiwilligen Nicht-Zuständigkeits-Erklärung können wir von der Fraktion nur verständnislos den Kopf schütteln und uns darüber wundern, dass mögliche negative Einflüsse durch den Kiesabbau völlig ignoriert zu werden scheinen. Dies bedeutet für uns eine Vernachlässigung der Fürsorgepflicht für das Wohlergehen des Kultur- und Bildungszentrums seitens der ablehnenden Mitglieder und eine erklärte Teilnahmslosigkeit an umweltrelevanten Ereignissen in der Umgebung des Klosters. Außerdem sehen wir eine Nicht-Einmischungs-Politik zwischen Parteifreunden von Bezirkstag und Landratsamt als Genehmigungsbehörde nach dem Motto, dass nicht von München aus in die Suppe des Parteifreundes in Traunstein gespuckt wird.

Pressemeldung Bündnis 90/Die Grünen Bezirkstagsfraktion Oberbayern

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