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Wann dürfen Kinder endlich die Maske ablegen?

Seeoner Mama besorgt: Maskenpflicht im Sportunterricht „in keinster Weise mehr nachvollziehbar“

Maskenpflicht Schule Seeoner Mutter besorgt
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Dr. Inka Zeilinger aus Seeon mit einem ihrer vier Kinder. Sie fragt sich, wann die Maskenpflicht für die Kinder endlich endet und an den Schulen eine Rückkehr zur Normalität möglich ist.

Kultur, Gastronomie, Freizeit, private Treffen: Fast überall werden die strengen Corona-Regeln Schritt für Schritt zurückgenommen - nur nicht in der Schule. Nicht nachvollziehbar für eine Seeoner Mutter. Sie und viele andere Eltern beschäftigen Fragen. Fragen, auf die das Kultusministerium reagiert hat.

Seeon - Dr. Inka Zeilinger ist Zahnärztin und vierfache Mama. Ihre zwei Söhne besuchen die Grundschule in Seeon

Obwohl sich die Infektionslage seit Kurzen zu entzerren scheint und Lockerungen in Aussicht gestellt werden, müssen die Kinder an den Schulen trotz regelmäßiger Corona-Tests weiterhin eine Mund-Nasen-Bedeckung tragen - auch im Sportunterricht in der Turnhalle.

„Was da mit den Kindern passiert, steht in keinem Verhältnis mehr“

Ein Dorn im Auge der Seeonerin: „Was da gerade noch mit den Kindern passiert, steht leider in keinem Verhältnis mehr. Ich bin mir sicher, dass jeder Erwachsene, den man bitten würde zwei Schulstunden mit Maske vor Mund und Nase Sport zu machen, sich sofort massiv dafür einsetzen würde, mindestens diese Regel zu kippen. Sporteln mit Maske ist rein medizinisch gesehen in keinster Weise mehr nachvollziehbar - menschlich auch nicht.“

Ihr Anliegen hat Dr. Zeilinger bereits am 22. Februar an mehrfache Stellen geleitet, darunter an das Schulamt in Traunstein, an Landrat Walch oder an das Staatsministerium. Von letzterer Behörde bekam sie lediglich eine standardisierte Mail zu allgemeinen Informationen über die Corona-Maßnahmen als Antwort.

Die Rektorin der Grundschule Seeon bestätigte der vierfachen Mutter indes die allgemeinen Regeln um die Pflicht des Tragens einer Maske während des Sports in der Grundschule und verwies darüber hinaus auf einen aktualisierten Rahmenhygieneplan vom 15. Februar 2022.  

Wann dürfen wir endlich mit einer Normalisierung und damit einem Ende der Maskenpflicht für Kinder rechnen?“ wirft Dr. Zeilinger die zentrale Frage, die derzeit viele Eltern umtreibt, in den Raum. Eine Frage, auf die womöglich das Kultusministerium eine Antwort weiß.

Stephanie Neumeier, die stellvertretende Pressesprecherin des Bayerischen Staatsministeriums für Unterricht und Kultus, verweist auf Nachfrage von chiemgau24.de ebenfalls wie die Rektorin der Grundschule Seeon auf die Neufassung des Rahmenhygieneplans: In dieser seien unter anderem beim Instrumentalunterricht mit Gesang- und Blasinstrumenten Anpassungen wie ein Entfall der Maskenpflicht bei einem Mindestabstand von zwei Metern vorgenommen worden.

Dauerhafter Präsenz- und Sportunterricht - dank Maskenpflicht

Auf die weitere Frage, was nach wie vor das Tragen von Masken bei Schülern im Unterricht und beim Sport rechtfertige, unterstreicht Neumeier: „Unser erklärtes Ziel war und ist es, durch einen hohen Schutzstandard an den Schulen dauerhaften Präsenz- und auch Sportunterricht zu ermöglichen. Masken gehören zu den einfachsten und den am leichtesten einsetzbaren und effektivsten Maßnahmen gegen die Übertragung infektiöser Atemwegserkrankungen durch die Luft.“

Dies habe beispielsweise das Max-Planck-Institut für Chemie in Mainz bestätigt. Verschiedene Studien hätten ferner ergeben, dass Schulen aufgrund des hohen Schutzstandards und der engmaschigen Testungen einen wichtigen Beitrag zur Bekämpfung der Pandemie und zur Aufhellung der Dunkelziffer bei den Infektionen leisten.

„In der aktuellen Situation und der weiterhin hohen Inzidenzen in allen Altersgruppen besteht kein Anlass, das hohe und an den Schulen gut eingespielte Schutzniveau abzusenken“, erläutert die Ministeriums-Sprecherin und ergänzt, infektiologische Bewertungen seien dabei ausschließlich dem Gesundheitsministerium vorbehalten.

Sportunterricht als „Unterricht“ für Schüler verpflichtend

Bezüglich der Maskenpflicht im Sportunterricht erklärt Neumeier: „Eine Teilnahme am Sportunterricht ist für Schüler – anders als im Vereins- und Profisport – als Unterricht verpflichtend.“ Generell gelte für den Sportunterricht an Schulen derzeit: 

Bürgeranliegen werden im Ministerium „zu jeder Zeit sehr ernst genommen“

Die Herausforderung der nächsten Wochen werde es sein, die Balance bei den Rahmenbedingungen zu finden, unter denen sicherer Präsenzunterricht weiterhin stattfinden könne. „Dabei muss immer neu geprüft werden, was notwendig und angemessen ist. Hierzu beobachtet die Bayerische Staatsregierung das Infektionsgeschehen sehr genau.“

Auf die Frage, wie das Ministerium auf Schreiben wie das von Dr. Zeilinger, das auch an Kultusminister Piazolo und an Kultusstaatssekretärin Stolz gerichtet war, reagiere, antwortete die stellvertretende Pressesprecherin: „Wir nehmen Anliegen von Bürgern – gerade auch von besorgten Eltern – im Haus zu jeder Zeit sehr ernst und beziehen sie in unsere Überlegungen mit ein.“

mb

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