Marodes Wohnhaus in Seebruck seit Jahrzehnten verlassen 

"Abbruch, bevor noch ein Unglück geschieht"

Das alte Wohnhaus in der Ludwig-Thoma-Straße 20 in Seebruck wird bald abgerissen. 
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Das alte Wohnhaus in der Ludwig-Thoma-Straße 20 in Seebruck wird bald abgerissen. 

Seeon-Seebruck - Seit Jahrzehnten verlassen und massiv verfallen liegt das marode Haus am Eck der Ludwig-Thoma-Straße. Nun steht dem Gebäude das baldige Ende bevor: Es soll zeitnah abgerissen werden. 

Der Abbruch des Gebäudes in der Ludwig-Thoma-Straße 20 ist wohl unvermeidlich: Das marode Wohnhaus sei laut Seebrucks Bauamtsleiter Josef Heiß akut einsturzgefährdet, aus Sicherheitsgründen sei es "zwingend erforderlich", dieses Gebäude zu beseitigen. 


Wohnahus im Bereich der geplanten Entlastungsspange 

Wie Heiß im Gespräch mit chiemgau24.de erklärt, befinde sich das Grundstück samt maroden Wohnhaus seit Kurzem in Besitz der Gemeinde. Die Verwaltung habe es mitunter deshalb erworben, weil das Gelände genau in dem Bereich des Planungskorridors der Regierung zur geplanten Entlastungsspange liege. Bis alle Untersuchungen zu dem Projekt abgeschlossen sind, werde das Grundstück nach Abriss des bestehenden Gebäudes auch nicht mehr bebaut. Heiß betont, man werde dort derweil eine Blumenwiese für Bienen und Insekten pflanzen. 

Von außen bröckeln die Ziegel. 

"Das Wohnhaus ist seit vielen Jahrzehnten verlassen und sieht deutlich schlimmer aus als beispielsweise die Häuserzeile in der Traunsteiner Straße 4 bis 10 am Trostberger Ortsteingang." 


So bröckele das Dach des Hauses seit geraumer Zeit, was die bevorstehenden Abbrucharbeiten in den nächsten Wochen laut Heiß wohl  erschwere. "Wenn das Dach einmal einstürzt, dann fehlt es schon weiter", mahnt Heiß und betont: "Wir werden uns schwer tun mit der Trennung der Materialien und des Baumülls, da Teile des Hauses schon in sich zusammengefallen sind."

Nichtsdestotrotz müsse die Gemeinde nun als Besitzer auch für die Sicherheit sorgen. Jugendliche würden nämlich immer wieder das Innere des Hauses aufsuchen als Treffpunkt, vielleicht sogar als Mutprobe - der Bauzaun alleine stelle Heiß zufolge zumindest kein Hindernis dar. "Deshalb müssen wir schleunigst handeln, bevor noch ein Unglück geschieht", unterstreicht der Bauamtsleiter abschließend. 

Die Decke ist teilweise schon eingestürzt. 

Die geplanten Abbrucharbeiten und Beseitigung des jungen wieder ausgetriebenen Gehölzlaufwuchses seien vorab mit dem Landratsamt sowie der Unteren Naturschutzbehörde abgestimmt, die die Zustimmung bereits erteilt haben. 

Die Arbeiten selbst sind nun je nach Verfügbarkeit der Ausführungsfirmen in den kommenden Wochen geplant.

mb

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