Erzbistum fördert "Vom Klang der Welt"

Musik, Tanz und Erzählkunst im Kloster Seeon

Seeon-Seebruck - Mit weiteren 2500 Euro fördert das Erzbistum München und Freising das Chiemgauer Projekt "Vom Klang der Welt". Am 3. März ist deren Abendprogramm im Kloster Seeon zu sehen.

Die Initiative, die ein interkulturelles Abendprogramm mit Musik, Tanz und Erzählkunst erarbeitet hat, erhielt 2017 den Oberbayerischen Integrationspreis in der Kategorie Kultur. Am Samstag, 3. März, um 20 Uhr ist das Abendprogramm im Kloster Seeon, Landkreis Traunstein, zu sehen. Dabei wirken Künstler und Künstlerinnen mit, die als Flüchtlinge aus Eritrea, Nigeria, Afghanistan, Syrien, Iran und dem Senegal nach Deutschland gekommen sind, sowie Musiker, Tänzer und Erzähler aus dem Chiemgau.

Vom Klang der Welt

Das Projekt "Vom Klang der Welt" entstand im Jahr 2016 auf Initiative der professionellen Erzählerin Annette Hartmann aus Pittenhart, Landkreis Traunstein.Die rund 15 geflüchteten und einheimischen Künstler und Künstlerinnen kamen über die verschiedenen Formen von Musik, Tanz und Erzählkunst, die sie aus ihrer jeweiligen Heimat kennen, in Kontakt und entwickelten gemeinsam ein Abendprogramm, das Solos der Künstler mit Auftritten in der Gruppe kombiniert. Fünf Mal wurde "Vom Klang der Welt" im Chiemgau bereits gezeigt, hinzu kam ein Abend mit dem Schwerpunkt "Afrika", ein weiterer Abend mit dem Schwerpunkt "Orient" ist geplant.Geprägt wird die Arbeit auch von der unsicheren Situation der geflüchteten Künstler und Künstlerinnen: Etliche von ihnen mussten das Projekt verlassen, weil sie in ihre Heimat zurückkehren oder in Deutschland den Wohnort wechseln mussten. Mit 5000 Euro hatte das Erzbistum München und Freising bereits die bisherige Projektarbeit gefördert.

Bei der Aufführung am 3. März in Seeon wirken eritreische Künstler an der Krar, einem leierähnlichen Saiteninstrument, sowie die Pittenharter Klarinettenmusi mit. Weitere Musiker spielen die Ney, eine orientalische Längsflöte, die Oud, eine Kurzhalslaute aus dem Vorderen Orient, sowie Gitarre und Akkordeon. Ein senegalischer Musiker spielt die Djembé, eine afrikanische Trommel, ein senegalesischer Tänzer tanzt dazu. Tänzer und Tänzerinnen aus Afghanistan, Syrien und Iran sind ebenso dabei wie zwei Erzählerinnen aus Deutschland und ein Erzähler aus Nigeria. Der Eintritt ist frei, um Spenden wird gebeten.

Insgesamt hat das Erzbistum München und Freising im vergangenen Jahr 10 Millionen Euro für die Integration von Flüchtlingen bereitgestellt. Dazu gehörten der Zuschuss für die Asylsozialarbeit des Caritasverbandes in Höhe von drei Millionen Euro, der Zuschuss für das Zentrum Flucht und Migration der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt in Höhe von 1,1 Millionen Euro sowie Zuschüsse für verschiedene integrative Wohnprojekte in Höhe von einer Million Euro. Rund 4,8 Millionen Euro standen zur Verfügung für vielfältige Projekte, zahlreiche Einzelfallhilfen und die Förderung ehrenamtlichen Engagements.

Pressemitteilung Erzbischöfliches Ordinariat München

Rubriklistenbild: © dpa

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