Kommt eine großräumige Umfahrung für Seebruck? 

Lkw-Verkehr wegen Sperrung der Alzbrücke - Anwohnern reicht es 

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Seeon-Seebruck - Schwere Lastwagen wälzen sich neben dem gängigen Durchgangsverkehr durch die kleinen umliegenden Orte rund um die Gemeinde und sorgen für Ärger bei Anwohnern. Die fordern dringend eine Verbesserung. 

Der Grund für die Ausweichrouten des Schwerlastverkehrs durch die kleinen Ortsteile: Die Begrenzung der maroden Alzbrücke in Seebruck auf maximal 12 Tonnen seit Juli 2018. Langfristig soll ein Neubau an der Stelle realisiert werden. 

Bürgeranträge an die Gemeinde

Bürger in Ischl klagen über ein erhöhtes Verkehrsaufkommen und haben in der Gemeinde einen Antrag auf eine Geschwindigkeitsbeschränkung eingereicht. Sie fordern Tempo 30 für den Ort

Exemplarisch dafür ist auch ein weiterer Antrag von Anwohnern des Gemeindebereichs Ischl, Pullach und Pullacher Straße, die für die Gemeindeverbindungsstraße von Seebruck über Ischl nach Seeon eine Gewichtsbeschränkung auf 7,5 Tonnen fordern. 

Tempo-30-Reduzierung weiter im Blick

Beide Anträge behandelte der Gemeinderat in seiner Sitzung am 12. November. Begründet wurde der Antrag der Bürger unter anderem mit dem zugenommenen Verkehrsaufkommen der letzten Jahre

Nach eingehender Diskussion stand am Ende fest: Die Räte nehmen das Thema ernst. Auch wenn akut nichts getan werden kann, der Antrag der Anwohner aus Ischl auf Geschwindigkeitsbeschränkung für die Ortsdurchfahrt soll weiterverfolgt werden. 

Trotz negativer Stellungnahmen von Polizei und Unterer Verkehrsbehörde sprach sich der Gemeinderat dafür aus, eine Begrenzung für diesen Bereich auf 30 km/h weiter im Blick zu haben.

Nicht so positiv fiel die Entscheidung für den Antrag der Anwohner aus Ischl, Pullach und dem Pullacher Straße in Seebruck aus: Der Antrag auf Gewichtsbeschränkung für die Gemeindeverbindungsstraße von Seebruck über Ischl Richtung Seeon wurde nach Abwägungen von Pro und Contra vorerst zurückgestellt.

Die Bürger bemängeln in dem Antrag den zugenommenen Schwerlastverkehr in diesem Bereich aufgrund der geänderten Tonnagebeschränkung der Alzbrücke Seebruck, die verengte Straßenführung sowie den schlechten Straßenzustand

Großräumige Umfahrung wünschenswert 

Entgegen des ersten Antrags argumentierten Polizei und Untere Verkehrsbehörde dieses Mal in ihren jeweiligen Stellungnahmen positiv. Nichtsdestotrotz hatten die Gemeinderäte große Bedenken, dass der Schwerlastverkehr in Folge einer Gewichtsbeschränkung der Gemeindeverbindungsstraße auf Seeon und Truchtlaching ausweichen und die beiden Kernorte somit noch mehr belasten könnte. 

Der Gemeinderat sprach sich deshalb dafür aus, sich bei der Regierung von Oberbayern und dem Staatlichen Bauamt Traunstein nochmals hinsichtlich einer großräumigen Umfahrung des Gemeindegebietes Seeon-Seebruck zu erkundigen. Es soll geprüft werden, ob eine Entschärfung der Spitzkehre im Bereich der Abzweigung Rosenheimer Straße/Wasserburger Straße in Seebruck möglich ist, durch die der Schwerlastverkehrs besser Richtung Norden zur Bundesstraße 304 abgeleitet werden könnte. 

Ein Beschluss über die Gewichtsbeschränkung der Gemeindeverbindungsstraße wurde daher in der jüngsten Sitzung am Montagabend zurückgestellt.

mb

Rubriklistenbild: © dpa

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