Chiemseegemeinde verlässt Verbund zur Mückenbekämpfung

Seeon-Seebruck: Deshalb ist der Austritt erst 2020 möglich

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Im Falle einer Mückenplage 2019 ist Seeon-Seebruck noch dabei bei der Bekämpfung durch BTI. 
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Seeon-Seebruck - Ab 2020 ist die Mückenbekämpfung in der Chiemseegemeinde Vergangenheit - Seeon-Seebruck steigt aus der Kooperation zur Stechmückenbekämpfung am "Bayerischen Meer" aus. 2019 allerdings wäre die Gemeinde aber noch dabei. 

Im jüngsten Gemeinderatssitzung am 3. Juni wurde die rechtliche Situation zum Thema Ausstieg aus der Kooperation zur Stechmückenbekämpfung am Chiemsee  behandelt. 

Wie es Gemeinde-Geschäftsleiter Dominik Huber im Gespräch mit chiemgau24.de bereits erwähnt hat, greife der in der Gemeinderatssitzung im April 2019 mit knapper Mehrheit beschlossene Ausstieg aus der Kooperation zur Stechmückenbekämpfung am Chiemsee erst ab dem Jahr 2020.

Hintergrund für Ausstieg ab 2020: 

Der Grund, dass Seeon-Seebruck dieses Jahr noch bei der Bekämpfung von Mücken mit dem Eiweispräparat BTI dabei wäre, falls es gespritzt würde: Die in der Verbandsversammlung des Abwasser- und Umweltverbands Chiemsee im Februar diesen Jahres durch die Gemeinde Seeon-Seebruck bestätigte Verbleib in der Kooperation für das Jahr 2019

Ferner wurden in der Juni-Sitzung des Seeon-Seebrucker Rats die Stellungnahmen einiger touristischer Betriebe gegen den Ausstieg aus der Kooperation zur Stechmückenbekämpfung bekannt gegeben. Auch chiemgau24.de hat sich diesbezüglich schon mit zwei Betreiberinnen der "Chiemsee Pension Seebruck" unterhalten. Sie befürchten durch den Ausstieg negative Auswirkungen auf den Tourismusort Seebruck. Diese Folgen, wenn Gäste aufgrund von Mückeninvasionen in den Sommermonaten ausblieben, bekämen wohl vor allem Gastronomien und Hotels im Ort zu spüren. Umsatzeinbußen bei vielen Unternehmen könnten laut den Betreiberinnen die Folge sein.

Bürgermeister Bernd Ruth sieht ebenfalls die Gefährdung des Tourismus. Er, so betonte es Ruth gegenüber chiemgau24.de, sei von Anfang an gegen den Austritt gewesen und wolle sich auch im Herbst für einen Wiedereintritt in den Verbund stark machen. 

Der Gemeinderat hingegen bemängelte in der Sitzung am 3. Juni mehrheitlich die negative Berichterstattung in der Presse, die vor allem auch dem Tourismus im Gemeindegebiet schade. 

mb

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