Als erste Chiemsee-Gemeinde  *Mit Voting* 

Gemeinsamer Kampf den Moskitos: Seeon-Seebruck steigt aus 

Seeon-Seebruck ist die erste Chiemseegemeinde, die sich künftig nicht mehr an der Mückenbekämpfung beteiligen wird. 
+
Seeon-Seebruck ist die erste Chiemseegemeinde, die sich künftig nicht mehr an der Mückenbekämpfung beteiligen wird. 

Seeon-Seebruck - Die Chiemseegemeinde steigt aus der Kooperation zur Stechmückenbekämpfung am "Bayerischen Meer" aus. Die Hintergründe: 

In der jüngsten Sitzung des Gemeinderats am Montagabend des 8. April wurde der Austritt aus dem Verband mehrheitlich nach einer kontroversen Diskussion befürwortet. 


Der Debatte ging ein Antrag der Gemeinderatsmitglieder Rudolf Mayer und Josef Freiwang voraus. Begründet wurde dieser unter anderem mit dem Erhalt der Stechmücke als Lebewesen und Teil der Nahrungskette.

Pro und Contra 

Im Gemeinderat wurden sowohl die Auswirkungen auf den Tourismus als auch auf den Artenschutz eingehend dargestellt.


Befürworter des Ausstiegs aus dem Verband zur Stechmückenbekämpfung betonten, auch Steckmücken würden zur Tierwelt gehören und als Nahrungsgrundlage für Vögel, Fische oder Fledermäuse dienen.

Gegner hingegen argumentierten, dass Mückenstiche für Kinder und Kleinkinder im schlimmsten Fall nicht ungefährlich enden könnten. In den vergangenen drei Jahren wurde allerdings wegen einer nicht übermäßigen Population eh kein BTI zur Stechmückenbekämpfung gespritzt. Die Gemeinde solle die Kooperation nicht aufgeben und sich weiter mit den anderen Gemeinden rund um den Chiemsee solidarisch erklären - zumal sich ein Ausstieg aus der Kooperation nachteilig auf den Tourismus auswirken könnte.

Mehrheit für Austritt

Die Ratsmitglieder sprachen sich am Ende mit neun Stimmen gegen den Verbleib in der Kooperation zur Stechmückenbekämpfung am Chiemsee aus. 

Die Teilnahme an der gemeinsamen Stechmückenbekämpfung wurde erstmals im Jahr 2010 und zuletzt 2013 dauerhaft beschlossen. Für den Einsatz des Mittels, das die beteiligten Gemeinden am Chiemsee rund 160.000 Euro kostet, gibt es ein striktes Zeitfenster: Lediglich zweimal im Jahr darf BTI ausgebracht werden.

Mit dieser Entscheidung ist Seeon-Seebruck die erste Chiemseegemeinde, die aus der Kooperation aussteigen möchte. Seitens der Verwaltung wird nun mit dem Abwasser- und Umweltverband Chiemsee rechtlich abgeklärt, zu welchem Zeitpunkt ein Ausstieg aus der Kooperation der Chiemseegemeinden umgesetzt werden kann. 

Ihre Meinung zu der Entscheidung: 

mb/Gemeinde Seeon-Seebruck

Kommentare