Projekt in Afrika

Seeon-Seebruck: Die Perspektiven von 700 Schülern in Malawi werden verbessert

Auch die Schüler der Primary School müssen Corona-Regeln einhalten. Regelmäßiges Händewaschen gehört dazu.
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Auch die Schüler der Primary School müssen Corona-Regeln einhalten. Regelmäßiges Händewaschen gehört dazu.

Der Flug nach Südostafrika war bereits gebucht – dann kam Corona. Eigentlich wollten Sepp und Monika Daxenberger gemeinsam mit Familie Eder aus Seebruck das unter anderem durch Spendenmitteln des Pfarrverbandes Seeon ermöglichte Schulprojekt in Malawi im Frühjahr besuchen.

Seeon-Seebruck– „Leider ist daraus nichts geworden“, bedauert Sepp Daxenberger. Der 60-jährige Schreinermeister der gleichnamigen Schreinerei steckt viel Herzblut in das soziale Projekt. So hat er bei seinem runden Geburtstag auf Geschenke verzichtet und dafür seine Gäste um Spenden für das Schulprojekt gebeten. Rund 4000 Euro kamen dabei zusammen.

Finanzierung der geplanten Häuser gesichert

Diesen Betrag hat die Schreinerei Daxenberger jetzt um weitere 2000 Euro aufgestockt. „Corona bedingt mussten wir auf den Betriebsausflug und auf die Weihnachtsfeier verzichten. Außerdem musste die Tombola zugunsten von Mkhukhi am „Tag des Schreiners“ ausfallen. Deshalb unterstützen wir das Projekt mit 2000 Euro als Startkapital für zwei weitere Lehrerhäuser“, so Daxenberger.

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Damit und mit den 14.000 Euro, die gesammelt wurden, sei die Finanzierung für die geplanten Häuser gesichert, freute sich Diakon Hans Eder, dessen Sohn Matthias, der beruflich als Entwicklungshelfer in Kenia arbeitet, zu den Initiatoren des Schulprojekts gehört. Die Schule in Mkhukhin ist durch das Engagement von Eder junior und desses Frau Franziska und durch die große Hilfe aus den Pfarrgemeinden Seeon, Seebruck, Truchtlaching, Petting und einigen Pfarreien in Tschechien möglich geworden.

„Die Menschen packen tatkräftig mit an“

Ziel des Projekts sei, vor allem den Kindern, denen von staatlicher Seite in dieser Region Malawis keine Perspektive für eine Bildung in Aussicht gestellt werden, eine achtjährige Grundausbildung zu ermöglichen, sagt Hans Eder und ergänzt: „Seit die Schule da ist, siedeln sich dort auch Familien an.“ Den Initiatoren ist es wichtig, dass sich die Menschen selbst mit einbringen, indem sie beim Bau der Häuser mithelfen. „Die Menschen packen tatkräftig mit an, brennen die Ziegel und bekommen dafür auch einen Lohn. „Beides ist uns sehr wichtig“, betont Eder junior.

In den vergangenen neun Jahren konnten durch die Spenden in Höhe von insgesamt 145.000 Euro drei Schul- und vier Lehrerhäuser gebaut werden. Zuvor gab es in der Savanne keine Schule. Mittlerweile besuchen rund 700 Kinder die Kanyanyata Primary School. Die Kinder werden von ausgebildeten Lehrern unterrichtet, die vom Staat bezahlt werden.

Das Projekt hat sich mittlerweile zu einem florierenden Schulzentrum entwickelt.

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