Spendenaktion ermöglicht schulische Zukunft

  • schließen
  • Weitere
    schließen
+
Sie freuten sich über die großartige Spendenbereitschaft in der Gemeinde Seeon-Seebruck für das Malawi-Schulbau-Projekt: Pfarrer Dr. Hans Huber (von links), UN-Entwicklungshelfer Matthias Eder, früher in Seebruck wohnhaft, dessen Ehefrau Franziska mit der adoptierten Luisa, der Seebrucker Organisator der Spendenaktion, Hans Donhauser sowie Hans Eder, Diakon und Geistlicher Mentor aller Ständigen Diakonen in der Erzdiözese.

Seeon-Seebruck - Durch die überwältigende Spendenbereitschaft im Malawi-Schulbauprojekt konnte ein erster Grundstock für ein zweites Schulgebäude gelegt werden.

Entwicklungshelfer Matthias Eder freut sich über die finanzielle Hilfe aus seiner Heimatgemeinde Seebruck. Einen Spendenscheck in Höhe von 7.145 Euro, das sind umgerechnet 4.287.000 malawische Kwacha, überreichte der Organisator der Seebrucker Malawi-Hilfe, Hans Donhauser, unlängst im Pfarrsaal dem UN-Entwicklungshelfer Matthias Eder und dessen Ehefrau Franziska für deren privates Schulprojekt im malawischen Mkukhi.

Zu dieser beachtlichen Summe beigetragen haben drei fleißige Sternsingergruppen, die in Seebruck und Burgham rund 2.000 Euro sammelten, die Christbaum-Verkaufsaktion der Seebrucker Familie Hölzl, bei der 750 Euro zusammenkamen und der Verkauf von Gestricktem, gebastelten Kerzen, Tee, Süßigkeiten und anderem bei den Lichtfeiern, wo 500 Euro eingenommen wurden. Durch weitere Spenden aus dem Gemeindebereich habe sich der Gesamtspendenbetrag mittlerweile sogar auf etwa 8.900 Euro erhöht, freute sich Donhauser einen Tag nach der Infoveranstaltung über die „wahnsinnige Summe“.

Genau vor einem Jahr spendeten die Bürger rund 4.000 Euro für die Malawi-Hilfe. Dieses Geld wurde mittlerweile in Mkukhi für die Errichtung eines Lehrerhauses verwendet. „Mit den nun eingegangenen Spenden haben wir einen guten Grundstock, um mit dem zweiten Schulgebäude zu beginnen und das Schulprojekt zu vollenden“, freuten sich Matthias und Franziska Eder für die überwältigende Spendenbereitschaft. Das zweite Schulgebäude sei wichtig, um bis zu 400 Schüler unterbringen zu können.

Auch wenn ihre Zeit am Malawisee mittlerweile zu Ende ging und sie in ihre Wahlheimat Wien zurückkehrten, verfügen sie nach wie vor über beste Verbindungen in das ostafrikanische Land. Das liegt auch daran, dass ihr privates Glück dort vor eineinhalb Jahren seine Krönung fand, als sie ein sechs Monate altes, verwahrlostes und unterernährtes Waisenkind adoptierten und damit retteten. Während die bestens entwickelte kleine Frohnatur Luisa die Besucher der Infoveranstaltung auf ihre Art unterhielt, ging Matthias Eder in seinem Vortrag näher auf das ambitionierte Schulprojekt ein. „Das Land hat an allen Ecken und Enden zu wenig, auch deshalb wollen wir damit weitermachen“, betonte der Referent und verwies darauf, dass jene Jugendlichen, die die Schule nach der achten Klasse verlassen, größere Chancen hätten, sich vor Ort beruflich zu etablieren und nicht mehr in die Slums abwandern müssten. Der klamme malawische Staat habe seit den 1950er Jahren keine Schule mehr gebaut, deshalb gebe es viel zu wenige.

Die Spendengelder seien sehr wichtig, da der Zement immer teurer werde, geeignetes Bauholz schwer zu bekommen sei und es vor Ort keine professionellen Sägewerke gebe. Eine solide Bauweise sei unabdingbar, da die Gebäude den sintflutartigen Regenfällen standhalten müssten. Dank einer Solaranlage auf dem bestehenden Schulgebäude habe man sogar Strom. Der malawische Staat übernehme immerhin die laufenden Kosten, betonte Eder.

Das Schulprojekt, das von seiner Frau, einer Grundschullehrerin, 2010 angestoßen und mit diversen Aktionen tatkräftig begleitet wurde, sei so angelegt, dass es „auch ohne uns funktioniert“. Er stehe aber in ständigem Kontakt mit seinen ehemaligen Mitarbeitern, die sich dort um alles kümmern und ihn mit Informationen versorgen, erzählte Eder, den es beruflich schon bald in den Sudan verschlagen könnte.

mmü

Zurück zur Übersicht: Seeon-Seebruck

  • schließen
  • Weitere
    schließen

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser