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Teilsanierung der Alzbrücke in Seebruck

Großbaustelle am Chiemsee: Abschluss noch dieses Jahr?

Teilsanierung der Alzbrücke in Seebruck
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Sie wächst stetig in die Höhe: Die Sanierung der Alzbrücke in Seebruck ist in vollem Gange.

Es wird gehämmert, betoniert, erneuert - die Großbaustelle an der Alzbrücke verleitet Fußgänger und Radfahrer zum Stehenbleiben und Beobachten. Inwieweit die Arbeiten schon vorangeschritten sind und ob sie sich noch im Zeitrahmen befinden, weiß Florian Paukner vom Staatlichen Bauamt Traunstein.

Seeon-Seebruck – Beim sogenannten „Bauen im Bestand“ könne es immer wieder Überraschungen geben, die im Vorfeld nicht abzusehen seien und die sich oftmals auf Bauzeit und Kosten auswirken, weiß Paukner.

Corona-Krise und Ukraine-Krieg spürbar

Im Fall der Alzbrücke aber halten sich diese Probleme bislang in einem sehr überschaubaren Rahmen, sodass sich die bisherigen Kosten immer noch innerhalb des ursprünglich angesetzten Budgets bewegen.

„Allerdings“, erklärt Paukner weiter, „sind die Auswirkungen der Corona-Krise und vor allem des Ukraine-Kriegs wie Lieferengpässe oder erheblich längere Vorlaufzeiten auch an dieser Baumaßnahme nicht spurlos vorbei gegangen. Wir befinden uns jedoch immer noch im zeitlichen Rahmen und mit Stand heute wird die Brücke, wie geplant, noch dieses Jahr für den Verkehr freigegeben werden.“

Auf die noch vorhandenen Pfeiler wird die neue Alzbrücke aufgebaut.

Alzbrücken-Sanierung: Was bisher passiert ist und wie es weitergeht

Anfang August wurden die im Stahl- beziehungsweise Fertigteilwerk gefertigten Quer- und Längsträger mit Tiefladern auf die Baustelle geliefert und mittels eines großen Mobilkrans nacheinander eingebaut und genau ausgerichtet“, erklärt Paukner.

„Diese Träger bilden aber nur einen Teil der tragenden Konstruktion der Brücke, der Rest besteht aus der sogenannten Ortbetonergänzung des Überbaus, für die in den letzten Wochen etwa 100 Tonnen Baustahl von Hand verlegt werden mussten.“ Diese Arbeiten seien insbesondere im Bereich der Querträger sehr mühsam und zeitaufwendig, werden aber bis Mitte September abgeschlossen sein.

Teilsanierung der Alzbrücke in Seebruck: Etwa 100 Tonnen Baustahl wurden von Hand verlegt.

Voraussichtlich ab 20. September werde innerhalb von etwa 12 Stunden die gesamte Ortbetonergänzung betoniert. Anschließend folgen nach einer Ruhephase für Aushärtung und Austrocknung des Betons die Abdichtungsarbeiten auf der Oberseite.

„Wenn das abgeschlossen ist, können die Brückenkappen hergestellt werden, auf denen später Fußgänger und Radfahrer die Alz überqueren können“, unterstreicht Paukner die nächsten Schritte der Teilsanierung. „Zusätzlich beziehungsweise parallel zu den genannten Arbeiten sind noch diverse weitere Dinge zu erledigen wie die Erstellung von Schutzwänden, die Montage der Geländer und Entwässerungseinrichtungen. Ganz zum Schluss folgt der Einbau der Asphaltschichten für die Fahrbahn.“

Auswirkungen der Baustelle auf Verkehr und Tourismus

Die Großbaustelle am Chiemsee hat sich seit Beginn der Arbeiten zu einem wahren Publikumsmagnet entwickelt. Viele Passanten bleiben stehen und beobachten die Bauarbeiter, die Dauercamper direkt am Chiemseeufer in nur wenigen Minuten Entfernung stört die Baustelle nicht. Seebruck selbst sei aufgrund des wegfallenden Durchgansgsverkehrs „so ruhig wie lange nicht mehr“.

Diese Wahrnehmung habe man auch im Staatlichen Bauamt: „Im Ort wird die Sperrung der Brücke durchaus positiv aufgenommen, wie wir in einigen Statements vor Ort gehört haben. Die derzeit quasi ‚verkehrsberuhigte Chiemseepromenade‘ lädt viele Besucher zum flanieren und verweilen ein und auch viele Anwohner betonen immer wieder die herrliche Ruhe, die durch den ausbleibenden Verkehr gerade im Ort herrscht.“

Die Teilsanierung der Alzbrücke in Seebruck schreitet voran.

Nach einer anfänglichen „Findungsphase“ habe sich die Umleitung auch für den Autoverkehr eingespielt, erläutert Paukner die Lage bezüglich des Verkehrs: „Durch die großräumige Umleitung werden auch die umliegenden Gemeinden so gut es geht entlastet und es kam unseres Wissens zu keinen größeren Zwischenfällen, die auf die Umleitung zurück zu führen wären.“

Allerdings sei die Situation für die Anwohner entlang der für den Schleichverkehr geeigneten kleineren Straßen abseits der ausgeschilderten Umleitung sicherlich „alles andere als angenehm“. Dies sei den Verantwortlichen im Bauamt durchaus bewusst.

Aufgrund der großzügig dimensionierten Behelfsbrücke für Fußgänger und Radfahrer sei der touristische Radverkehr kaum bis gar nicht eingeschränkt. Auch hier sei den Behörden keine Probleme dahingehend zugetragen worden, schließt Paukner seine Erläuterungen.

mb

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