Debatte um geplanten Kiesabbau in Seeon-Seebruck geht weiter

Von 70 auf 24 Hektar? Infoabend fährt mit neuen Details auf 

+
Die geplanten Kiesabbauflächen in rot sollen von 70 Hektar auf etwa 24 reduziert werden. 
  • schließen

Seeon-Seebruck - Zu groß, zu viel Lärm, Staub und erst der massive Lkw-Verkehr - die Seeon-Seebrucker stehen dem von der Gemeinde geplanten Kiesabbauvorhaben mehrheitlich skeptisch gegenüber. Eine erneute Informationsveranstaltung soll Licht ins Dunkle bringen. 

Die Seeon-Seebrucker Räte beschäftigten sich in ihrer Sitzung am Montagabend des 4. Januar mit einem Antrag der Baufirma Swietelsky aus Traunstein. Am 2. Januar hätte diese Errichtung und Betrieb einer Kiesgrube sowie Anlage von Ausgleichsflächen auf mehreren Grundstücken in Eglhart im Gemeindegebiet von Seeon beantragt. Das erklärt Bürgermeister Bernd Ruth auf Nachfrage. 

Gemeinderat Josef Daxenberger habe in der Sitzung jedoch darum gebeten, den Antrag vorerst zurückzustellen und die anstehende Informationsveranstaltung Mitte Februar abzuwarten. Erst danach könne über den Antrag vernünftig entschieden werden. Dies sei dann auch so beschlossen worden. 

Zweiter Infoabend mit neuen Details 

Wie Ruth gegenüber chiemgau24.de betont, finde am Mittwoch, 13. Februar, ein zweiter Bürgerinformationsabend zur Debatte um die Ausweisung von Kiesabbauflächen im Gemeindegebiet statt. Um 18 Uhr sind alle interessierten Bürger in den Bürgersaal in Truchtlaching eingeladen, um sich auf den neuesten Stand zu bringen. "Wir haben den Bürgersaal als Veranstaltungsort gewählt, da der kleine Bürgertreff in Seeon beim ersten Infoabend im September des vergangenen Jahres aus allen Nähten platzte", erklärt Ruth. 

Knapp 150 Seeon-Seebrucker wollten bei der ersten Informationsveranstaltung Details zu dem geplanten Kiesabbauvorhaben mittels sogenannter Konzentrationszonen, die einen kontrollieren Abbau in der Gemeinde Seeon-Seebruck sichern, erfahren. Bemängelt wurde an diesem Abend neben Lärm-, Staub- und Verkehrsbelastung durch Lkw's in erster Linie die Größe der Flächen: Rund 70 Hektar sollten es insgesamt werden, verteilt auf drei Flächen im Gemeindegebiet. Laut Ruth sei man hier nun bereits zurückgerudert - auf eine Gesamtfläche von etwa 24 HektarDie Vorgaben des Regionalplans für die Region 18 untersagen Kiesabbau für Seeon-Seebruck entgegen einiger Bürgermeinungen per se nicht. 

Inzwischen habe man die Pläne überarbeitet und erneute juristische Beratung eingeholt - die Ergebnisse werden am kommenden Mittwochabend vorgestellt. Als Referenten werden Christian Nebl vom Landratsamt Traunstein, Ralf Schindlmayr vom Ingenieurbüro Aquasoli in Siegsdsorf und die Rechtsanwältin Kerstin Funk Rede und Antwort stehen.

Auch die von der Firma Swietelsky beantragte Fläche in Eglhart befinde sich in einer der späteren geplanten Zonen, die die Gemeinde ausweisen möchte. Seeon-Seebruck, so betont es Ruth erneut in Bezug auf den Hintergrund der Ausweisung der Zonen, könne so den Kiesabbau in der Gemeinde kontrolliert steuern

mb

Zurück zur Übersicht: Seeon-Seebruck

Auch interessant

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser

MEHR AUS DEM RESSORT