Aufstellungsbeschluss in Seeon-Seebruck 

Kiesabbau: Wie groß sollen die Flächen werden? 

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Seeon-Seebruck - Der geplante Kiesabbau im Gemeindegebiet beschäftigt die Bürger und weist offene Fragen auf - wie die nach der Größe der vorgesehenen Flächen.  

Die Frage, welche Größe die künftigen Flächen für den kontrollierten Kiesabbau darstellen würden, stellte eine Leserin an die Redaktion und erklärte, sie habe die Information aufgeschnappt, dass die entsprechenden Flächen etwa 75 Hektar groß werden sollen. "Das würde einer Größe von über 100 Fußballfeldern entsprechen - ist der Abbau dann noch 'im kleineren Stil' anzusehen?" 

70 Hektar Fläche - aufgeteilt in drei Zonen 

"Kleinerer Stil ist ein subjektiver Ausdruck", antwortet Bürgermeister Bernd Ruth auf Nachfrage der Redaktion bezüglich der Befürchtungen der Seeonerin. "Die Konzentrationszonen sind in drei Teilbereiche im Gemeindegebiet von Seeon-Seebruck gegliedert. Die sind ausgelegt auf Größen von rund 15, 12 und 43 Hektar. Das ergibt summa summarum 70 Hektar insgesamt."

Allerdings, so unterstreicht der Bürgermeister, seien die 70 Hektar bereits das Maximum an Fläche und nicht fixiert. "Es kann durchaus sein, dass diese Flächen noch reduziert werden, wenn das Fachbüro sich dem Projekt genauer annimmt." 

"Wir wollen auf den Flächen außerdem nicht gleich mit Kiesabbau beginnen - die Stellen sollen vielmehr als Rücklage dienen, auf die man bei Bedarf zurückgreifen kann", betont Ruth, um die Bedenken etwaiger Bürger zu reduzieren. Für die Aufstellung eines Flächennutzungsplans jedoch müsse man eine gewisse Größe angeben, sonst riskiere die Gemeinde, in eine Verhinderungsplanung zu rutschen.  

Planungen in enger Abstimmung mit Traunsteiner Landratsamt 

Nachdem der Gemeinderat dem Aufstellungsbeschluss zur 48. Änderung des Flächennutzungsplanes "Kiesabbau" grünes Licht erteilte, geht das Genehmigungsverfahren zum kontrollierten Abbau in die nächste Runde

Ein Seeoner Bürger hat bereits Einwände gegen das Projekt erhoben und behauptet, die Gemeinde würde rechtswidrig handeln, da der Kiesabbau an Stellen stattfinden würde, die nicht im Regionalplan der Region 18 aufgeführt seien - was Bürgermeister Ruth wiederlegte und berichtigte

Die Planungen erfolgen in enger Abstimmung mit der für Einzelgenehmigungen von Kiesabbauvorhaben zuständigen Behörde des Traunsteiner Landratsamts und werden die Gemeinde und seine Bürger vermutlich noch einige Zeit lang beschäftigen.

mb

Rubriklistenbild: © dpa (Bernd Wüstneck)

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