Mozartball beendet 19. Seeoner Mozartwoche

Kostüme, Tischkegeln und Würfelspiele

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Mozartball im Kloster Seeon

Seeon-Seebruck - Die Mozartwoche endete mit einem fulminanten Mozartball im Kloster-Festsaal. Die Tänzer - zum Teil in historischen Gewändern gekleidet - feierten bis tief in die Nacht.

Eine unterhaltsame musikalische Zeitreise in die Mozartzeit unternahmen am letzten Wochenende der 19. Seeoner Mozartwoche rund 75 begeisterte Tänzer im Festsaal des Klosters Seeon.

Tanzmeisterin und Tanzpädagogin Verena Brunner aus Salzburg hatte sie am Samstagvormittag und -nachmittag fachkundig auf den dritten Mozartball vorbereitet und stand ihnen auch beim großen Ballabend mit Rat und Tat zur Seite. Die passenden Klänge verbreiteten Studierende des Mozarteums mit Bass, Fagott und Violinen.

Dass bei der feierlichen Balleröffnung nicht alle Teilnehmer in historischer Gewandung, sondern einige auch in Lederhosen und moderneren Kleidern einmarschierten, lag nicht zuletzt daran, dass zwischendurch auch immer wieder zünftige Volkstänze aufs Parkett gelegt wurden.

Als Vortänzer und humorvoller Ansager fungierte hier Musik- und Tanzexperte Raphael Kühberger aus der Steiermark. Für die passende Musik sorgte die Hochwies Klarinettenmusi.

Heute beim offenen Volkstanz stehe der Spaß im Vordergrund und nicht das Tanzen nach strengen Regeln, so Kühberger. Ausgesucht habe er sich „Volkstänze aus unserem Kulturraum“, aus Bayern, dem benachbarten Österreich, aber auch aus dem tschechischen Grenzgebiet. Man wisse, dass „auch früher nicht immer perfekt getanzt wurde“, betonte Brunner und freute sich insbesondere über die Fortschritte jener Teilnehmer, die „das heute zum ersten Mal gemacht haben“. Mozart sei selbst ein begeisterter Tänzer gewesen und habe 140 Menuette, 40 Deutsche Tänze und 40 Kontratänze komponiert. Einige dieser Kontratanz-Melodien seien auch heute auf dem Programm gestanden, erzählte Brunner und erinnerte daran, dass die Bälle zu Mozarts Zeiten nicht selten über zwölf Stunden dauerten und manchmal erst nach Sonnenaufgang endeten. Ganz so lange hielten die Mozartball-Teilnehmer zwar nicht durch, dafür gönnten sie sich bis in die späten Abendstunden kaum eine Pause.

Wer doch einmal verschnaufen musste, tat dies mit Vorliebe im historischen Spielsalon, der wie der ganze Abend von Studierenden und Lehrenden des Mozarteums Salzburg gestaltet wurde. Prof. Rainer Buland, Leiter des Instituts für Spielforschung, erläuterte historische Spiele wie das Tischkegeln, Zauberflötenspiel und andere Würfelspiele. Gekegelt wurde sogar auf die Original-Kegel von einst.

Auch Prof. Josef Wallnig, Dirigent und Leiter des Mozart Opern Instituts, schien den überaus gelungenen Abend sichtlich zu genießen. Höchst zufrieden mit dem Ball inklusive Buffet und Tanzkurs sowie dem Verlauf der gesamten Mozartwoche zeigte sich Susanne Schubert vom Kultur- und Bildungszentrum Kloster Seeon: „Bei den meisten Veranstaltungen waren wir sogar ausgebucht“.

Eindrucksvoller Mozartball

mmü

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