Gemeinde plant Wohnbau-Projekt

19 neue Wohnungen in Ischl für Einheimische - Erste Entwürfe stehen

So soll die geplante Wohnbebauung in Ischl aussehen. 
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So soll die geplante Wohnbebauung in Ischl aussehen. 

Seeon-Seebruck - Insgesamt 19 neue Wohnungen sollen im Kirchdorf Ischl zwischen Seeon und Seebruck entstehen - ein zukunftsweisendes Wohnbau-Projekt der Gemeinde. 

Als Grundstücksbesitzerin verfügt die Gemeinde Seeon-Seebruck über das Privileg, das Projekt nach ihren Vorstellungen zu gestalten. Anfang Oktober wurden die Bürger des rund 80-Seelenorts Ischl erstmals im Rahmen einer Informationsveranstaltung über das neue Wohnbauprojekt informiert. Das Interesse dabei sei Seeon-Seebrucks Bauamtsleiter Josef Heiss zufolge groß gewesen, wenn auch einige kritische Stimmen laut geworden seien. "Dass ganz Ischl gegen die Bebauung ist, stimmt allerdings nicht", betont Heiss gegenüber chiemgau24.de. 


Über eine künftige Bebauung wird in der Gemeinde schon seit längerem diskutiert. Ausgangspunkt dafür war das Grundstück mit dem ehemaligen "Harrecker-Anwesen" und dem "Bundwerkstadl", das sich im Besitz der Gemeinde befindet: Sie hatte das Anwesen und die dazugehörigen Grundstücke vor Jahren erworben und fand jetzt eine Antwort darauf, wie sie das Quartier in dem malerisch gelegenen Kirchendorf verwerten könnte - ohne dabei zu sehr in die gewachsene Struktur einzugreifen.

Wichtige Zielsetzungen in dem Pilotprojekt:

Ein essentieller Punkt in der Planung der Gemeinde: Das Ensemble Ischl soll in seinem Charakter erhalten bleiben und künftig einen barrierefreien und bezahlbaren Wohnraum für einheimische Familien und ältere Leute darstellen. Dabei stehe vor allem auch der Einklang mit der im Jahr 1432 erbauten und 1632 barockisierten Kirche Sankt Martin, dem Denkmalschutz und natürlich der Umgebungsbebauung im Fokus. 


Im Rahmen der Bebauung ist geplant, den "Harreckerhof" zu sanieren, den "Hofcharackter" und den "Bundwerkstadel" zu erhalten. Der denkmalgeschützte "Bundwerkstadel" soll Gemeindeeigentum bleiben und als Lager für Vereine zur Verfügung gestellt werden. 

Wichtig laut Heiss: Es gibt keine Veräußerung der Grundstücke an Bauträger, die Gemeinde baut die Wohnungen selbst, um Einheimischen bezahlbaren Miet-Wohnraum zur Verfügung zu stellen." Es sei beabsichtigt eine Bauparzelle, sprich ein Wohngebäude mit vier Wohneinheiten und architektonischen Auflagen, an Ischler Familien abzugeben. Eine zweite Bauparzelle mit etwa sechs Wohneinheiten soll ebenfalls bei der Gemeinde bleiben. Möglicherweise wolle man dort zu einem späteren Zeitpunkt geförderten Wohnungsbau realisieren. 

Auto-Stellplätze sollen in den Hauptgebäuden und eventuell am Parkstadel untergebracht werden. Als gemeinsame Nahwärmeversorgung sei  eine Hackschnitzel-Anlage angedacht. 

mb

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