Umstrittenes Treffen im Kloster Seeon

Wegen dieses Fotos mit der AfD bekommt Sportfunktionärin jetzt Ärger

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Rund um Claudia Daxenberger vom BLSV die AfD-Bezirkstagsabgeordneten Oskar Lipp, Robert Bock, Christian Demmel, Josef Robin, Martin Wieser, Rainer Gross und Daniel Stanke

Seeon-Seebruck - Für die AfD war es gute Werbung. Nun bedauert jedoch die Bezirksvorsitzende des BLSV ihr Treffen mit der Partei im Kloster Seeon und sagt: "Ich entschuldige mich."

Ein Treffen mit der AfD-Fraktion im oberbayerischen Bezirkstag hat für Claudia Daxenberger nun ein unangenehmes Nachspiel. Daxenberger ist Bezirksvorsitzende des Bayerischen Landes-Sportverbandes (BLSV). Als sich die oberbayerischen AfD-Vertreter jüngst zur Klausurtagung im Kloster Seeon trafen, war der Ort für die Truchtlachingerin Daxenberger quasi ein Heimspiel. 


"Frau Daxenberger", wie die AfD in einer Pressemitteilung schrieb, sei der Einladung zum Gedankenaustausch "über die aktuelle Sportförderung" gefolgt. Auch die Zukunft der Sportförderung im Kinder- und Jugendbereich habe beim Treffen eine wichtige Rolle gespielt. Dazu ein Foto der BLSV-Vertreterin inmitten der sieben AfD-Bezirkstagsabgeordneten. 

Daxenberger: "Gespräch hat falsche Signale gesetzt"

Nun lehnt es das BLSV-Präsidium klipp und klar ab, dass offizielle Verbandsvertreter an AfD-Veranstaltungen teilnehmen. Man bekenne sich zu den demokratischen Grundwerten, in den Sportvereinen würden Werte wie Toleranz und gegenseitiger Respekt tagtäglich gelebt - "Ausgrenzung, Rassismus und Diskriminierung haben im BLSV keinen Platz. Diese große integrative Kraft des Sports werden wir als Verband um jeden Preis schützen", so der Präsident des Landes-Sportverbandes, Jörg Ammon.


Hintergrund der Pressemitteilung, das sagt der BLSV auch, sei der "umstrittene" Besuch von Claudia Daxenberger bei der AfD-Bezirkstagsfraktion. Nun bedauert Daxenberger ihren Besuch: "Die Partei drückt in keinster Weise meine innere Gesinnung aus. Im Gegenteil stehe ich für die Werte des bayerischen Sports. Das Gespräch mit der Fraktion hat falsche Signale gesetzt und dafür entschuldige ich mich."

xe

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