Drei unangemeldete Großpartys im April aufgelöst

Wilde Partys im Kreis Traunstein: Jetzt wollen die Behörden reagieren

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Seeon-Seebruck/Trostberg/Palling - Schon zum dritten Mal in diesem Monat musste die Polizei am Wochenende eine nichtangemeldete Feier mit mehreren hundert Gästen auflösen - die Behörden überlegen Konsequenzen.

Lautstarke Discomusik, mehrere DJs, Barbetrieb und bis zu 300 Gäste: In der Nacht auf vergangenen Sonntag musste die Polizei wieder eine nichtgenehmigte Party in Engering bei Seeon auflösen - die Beamten hatten es laut eigenen Angaben mit pöbelnden und "hochgradig betrunkenen" Besuchern zu tun. Es war bereits die dritte "wilde" Party im nördlichen Landkreis Traunstein, die im April von der Polizei aufgelöst werden musste.

Behörden wollen Strategiepapier erarbeiten

Werden solche unangemeldeten Großpartys mehr? "Nein, wir haben momentan nicht den Eindruck, dass derartige Veranstaltungen in unserer Region Überhand nehmen", so Franz Feil, Leiter des Traunsteiner Kreisjugendamtes. Trotzdem werden die Behörden reagieren: Gemeinsam mit der Polizei und den Gemeinden will das Jugendamt demnächst ein Strategiepapier erarbeiten, so Feil gegenüber chiemgau24.de.

"Die Gemeinden kennen die Treffpunkte und Ausgehmöglichkeiten für Jugendliche vor Ort am besten", so Franz Feil weiter. Vor allem auch bei den aufgelösten Partys bei Palling Anfang April und bei Trostberg Mitte April war ein Großteil der Gäste laut Polizei minderjährig. Trotzdem seien beim Thema Jugendschutz nicht nur die Behörden gefragt: "Zuallererst liegt das Freizeitverhalten von minderjährigen Jugendlichen in der Erziehungsverantwortung der Eltern", so der Jugendamtsleiter.

Wann muss eine Party angemeldet werden?

Die Grenze zwischen einer privaten Feier, die natürlich nicht gemeldet werden muss, und einer genehmigungspflichtigen Party ist ziemlich eindeutig:

Wie Traunreuts Polizeichef Alfred Fiedler im Gespräch mit der Redaktion bereits klarstellte

, ist die Anmeldung bei der Gemeinde dann erforderlich, wenn für Eintritt oder Getränke Geld verlangt wird. Dann müssen Auflagen zum Brand- und Jugendschutz, zu Fluchtwegen, Ordnungsdienst oder auch die Zahlung der Gema-Gebühren eingehalten werden. 

xe

Rubriklistenbild: © picture alliance/dpa (Symbolbild)

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