Schlamm wird bald entfernt

  • schließen
  • Weitere
    schließen
+
1100 Kubikmeter Schlamm will die Gemeinde im Segelhafen Gollenshausen ausbaggern lassen, damit vor allem die Kielboote wieder ungehindert ein- und ausfahren können.

Gstadt/Gollenshausen - Die Gemeinde will den Segelhafen in Gollenshausen vom Schlamm befreien und damit einer schon vor längerer Zeit gestellten Forderung der Liegeplatzbenutzer nachkommen.

Beim Badesteg in Gstadt am Hofanger soll eine Liegeplattform geschaffen werden. Für beide Projekte gab der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung grünes Licht. Jetzt könne die notwendigen Genehmigungsverfahren in die Wege geleitet werden. Beim gemeindlichen Segelhafen in Gollenshausen, der mit 61 Booten aller Art belegt ist, klagen besonders die Besitzer von Kielbooten, dass der Schlamm im Hafenbecken immer höher werde und sie Schwierigkeiten bei der Ein-und Ausfahrt hätten, besonders bei niedrigem Wasserstand.

Da die letzte Ausbaggerung schon längere Zeit zurückliegt, soll sie jetzt in Angriff genommen werden, erklärte Bürgermeister Bernhard Hainz. Sie sei alle fünf bis sechs Jahre unbedingt erforderlich.

Nach der Planung des Ingenieurbüros Bichler und Klingenmeier soll die Ausbaggerung im Hafenbecken zwischen der sogenannten Griebmole und der gemeindlichen Mole so tief erfolgen, dass unter den Kielbooten noch eineinhalb Meter Wasserfläche verbleibt. Der Seeboden, so wurde betont, dürfe jedoch auf keinen Fall angegriffen werden.

Die Gemeinde rechnet mit rund 1100 Kubikmetern Schlamm, der ausgebaggert und entsorgt werden muss. Nach der Genehmigung durch die Behörden soll das Ingenieurbüro auch die Ausschreibung für die Maßnahme vorbereiten.

Befürchtungen hatte der Gemeinderat seinerzeit schon bei der Planung des Naturparks Hofanger und der Neuanlage des dortigen Strandbades, dass die Liegeflächen zu knapp bemessen sein könnten. Dies habe sich in diesem Jahr bei dem großen Ansturm der Badegäste bewahrheitet, resümierte Hainz.

Da keine Möglichkeit bestehe, die Liegeflächen an Land zu vergrößern und der gut besuchte "Beach-Volleyball"-Platz auch bestehen bleiben müsse, werde die Gemeinde auf den See hinaus ausweichen, erklärte der Bürgermeister.

Nordöstlich des bestehenden Badesteges soll eine sogenannte Liegeplattform in Form eines eigenen Steges in den See hinein angelegt werden. Mit einer Länge von 20 Metern und einer Breite von fünf Metern soll sie rund 40 Badegästen Platz zum Liegen und Sonnen bieten.

Sie soll ausschließlich zum Liegen verwendet werden und deshalb auch nicht mit einer Badetreppe als Zugang ins Wasser ausgestattet werden, betonte Dritte Bürgermeisterin Gabi Noichl.

Auch für diese Maßnahme beantragt die Gemeinde nun die Genehmigung der Behörden und der Seeverwaltung Chiemsee als Grundeigentümer. th

Zurück zur Übersicht: Chiemsee

  • schließen
  • Weitere
    schließen

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser