Seit 50 Jahren verbunden

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Prien - Am Samstag, 7. Mai, feiert die "Vereinigung der Freunde von Herrenchiemsee" ihren 50. Geburtstag. Sie begeht dieses Jubiläum an einem Ort, dem sich alle Mitglieder zutiefst verbunden fühlen - auf der Herreninsel im Chiemsee.

"Der schönste Ort der ganzen Welt überhaupt", befand Vorsitzender Dr. Friedrich von Daumiller bei der Jahresversammlung im "Bayerischen Hof".

Der Zweite Vorsitzende Bernhard Greimel ging auf die genauen Planungen ein, bei denen auch das Wetter eine große Rolle spielt, denn am 7. Mai soll eine feierliche Messe im Innenhof des ehemaligen Augustiner-Chorherrenstiftes zelebriert werden. Falls das Wetter nicht mitspielt, könne der Gottesdienst aber auch in der Klosterkirche abgehalten werden, informierte von Daumiller.

Zusammen mit den übrigen Freunden der Herreninsel hoffe er aber auf schönes Wetter, zumal den Gottesdienst ein Chor und ein Orchester musikalisch begleiten sollen.

Greimel präsentierte auch die Festschrift, die anlässlich des Jubiläums erscheinen soll. So soll das Titelbild eine Collage zieren. Greimel verwies in diesem Zusammenhang auf einen der größten Erfolge des Vereins, die Wiederinbetriebnahme der historischen Brunnenanlage auf der Insel.

Jetzt fehle noch die wissenschaftliche Monografie, die die Vereinigung noch vor Eröffnung der Landesausstellung herausgeben wird und die Mitglieder zu einem günstigeren Preis erwerben könnten. Für Nicht-Mitglieder bezifferte Greimel die Kosten im Buchhandel auf knapp 40 Euro pro Exemplar.

"Was hat der Verein in den vergangenen 50 Jahren geleistet?", fragte Greimel rethorisch in die Runde, um dann gleich das Wirken von Gründungsmitglied Dr. Ernst Rieger einzugehen ebenso wie auf das unermüdliche Engagement des 2009 verstorbenen stellvertretenden Landrats und Priener Altbürgermeisters, Lorenz Kollmannsberger.

So habe der Verein hinsichtlich des Inseldoms, dessen Instandsetzung und Wiedereröffnnung eines der größten Ziel der Vereinigung ist, 2002 ein Nutzungskonzept entwickelt, zu dem auch eine Computeranimation gehöre. "Das ist aber die Minimallösung", betonte Greimel. Die Kosten für die bildliche 3D-Darstellung eines Rundgangs durch den Dom als Museum hätten sich auf rund 10.000 Euro belaufen, erinnerte er.

Mit dem Hinweis auf die Verantwortung des Freistaats lieferte er Prälat Dr. Walter Brugger den entsprechenden Anstoß für dessen Kritik an der mangelnden Unterstützung für den verschlossenen und verschachtelten Bau, in dem nach der Säkularisation eine Brauerei untergebracht war.

Als einen Erfolg wertete Greimel hingegen die archäologischen Untersuchungen durch Dr. Hermann Dannheimer.

Nach den Ausführungen Greimels stellte Eberhard Abé den Kassenbericht vor und dankte den Mitgliedern für die großzügige Spendenbereitschaft für die Monografie. Rund 34.500 Euro betrug demnach der Zuschuss der Mitglieder für das wissenschaftliche Werk, welches zu Gesamtkosten von 98.500 Euro entstanden sei.

Neben den Freunden von Herrenchiemsee beteiligen sich unter anderem auch die beiden Landkreise Rosenheim und Traunstein an den Kosten.

daa/Chiemgau-Zeitung

Rubriklistenbild: © pa

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